Aktienkauf durch die Hintertür?

Bericht: Saudischer Staatsfonds hält Milliardenanteil an Tesla

Saudi-Arabiens Staatsfonds PIF hat einem Zeitungsbericht nach eine milliardenschwere Beteiligung am US-Elektroautohersteller Tesla aufgebaut.

New York - Der Fonds Saudi-Arabiens halte inzwischen drei bis fünf Prozent am Unternehmen von Tech-Milliardär Elon Musk, berichtete die „Financial Times“ am Dienstag unter Berufung auf eingeweihte Kreise.

Damit hätte der Anteil einen aktuellen Wert zwischen 1,7 Milliarden und 2,9 Milliarden Dollar. Der über mehr als 250 Milliarden Dollar an Anlagegeldern verfügende Staatsfonds wäre damit einer der fünftgrößten Tesla-Aktionäre.

Die Unternehmen selbst äußerten sich zu dem Bericht zunächst nicht. An der Börse sorgte die Nachricht für kräftigen Kursauftrieb, zuletzt stand die Aktie mit über vier Prozent im Plus.

Tesla geht derzeit hohes Risiko mit seinem Hoffnungsträger Model 3, und an den Finanzmärkten laufen sehr viele Wetten auf Kursverluste der Aktien. Die Produktion des ersten günstigeren Teslas für die breite Masse verschlingt enorm viel Geld, kam aber noch nicht wie erhofft in die Gänge. Zuletzt gab es allerdings schon deutliche Fortschritte.

Tesla lehnte Kauf der Saudis zunächst ab

Einige Analysten gehen angesichts des Model-3-Aufwands und Teslas ambitionierter Expansionspläne - es sollen beispielsweise große Fabriken in China und Europa gebaut werden - davon aus, dass bald eine Kapitalerhöhung nötig wird. Musk wies dies bislang stets zurück und versprach Anlegern sogar, dass die bislang verlustreiche Firma bald profitabel wird.

Dem Bericht der „Financial Times“ zufolge hatten die Saudis zunächst neu ausgegebene Aktien kaufen wollen, dies habe Tesla jedoch abgelehnt. Daraufhin habe der Staatsfonds sich mit Hilfe der Großbank JPMorgan am Markt mit den Papieren eingedeckt.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP / EMMANUEL DUNAND (Symbolbild)

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