Über 100 Verletzte

Zwei Tote nach Zugunglück in den USA - jetzt steht die Ursache fest

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Bei einem Zugunglück in den USA sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen.

Ein Nachtzug verunglückt auf der Reise von New York nach Miami. Fast 150 Menschen waren an Bord. Es ist das zweite Bahnunglück mit einem Amtrak-Zug innerhalb einer Woche.

Update vom 5.2.18, 6.38 Uhr:

Der Passagierzug ist mit einem Güterzug kollidiert, weil eine festgestellte Weiche ihn auf ein falsches Gleis leitete. Das haben erste Untersuchungen der zuständigen Transportsicherheitsbehörde NTSB am Unfallort nahe Lexington ergeben. Bei dem Zusammenprall am frühen Sonntagmorgen (Ortszeit) waren der Lokführer und Zugbegleiter des Passagierzuges der Bahngesellschaft Amtrak ums Leben gekommen, mehr als 100 Menschen wurden verletzt.

Nach Angaben von NTSB-Chef Robert Sumwalt vor Journalisten war der Güterzug leer und auf einem Nebengleis abgestellt. Der entgegenkommende Amtrak-Zug sei durch die festgestellte Weiche von seinem planmäßigen Weg auf dem Hauptgleis auf die Nebenschienen geführt worden - und damit auf vollen Kollisionskurs mit dem geparkten Güterzug. Warum die Weiche auf diese Position umgestellt war, wurde am Sonntag noch untersucht.

Zwei Tote nach Zugunglück in den USA

Lexington - Bei einem Zugunglück in den USA sind nach offiziellen Angaben zwei Menschen ums Leben gekommen. Ein Passagierzug war im Bundesstaat South Carolina mit einem Güterzug zusammengestoßen, wie Behörden und Rettungskräfte meldeten. Mehr als 70 Verletzte seien in Krankenhäuser gebracht worden, sagte Harrison Cahill, der Sprecher des Bezirks Lexington, am Sonntagmorgen (Ortszeit) vor der Presse. Die Unglücksursache war noch nicht bekannt.

Der Zug Nummer 91 der Bahngesellschaft Amtrak war in der Nacht zum Sonntag von New York nach Miami in Florida unterwegs. Das Unglück passierte um halb drei Uhr morgens bei der Ortschaft Cayce in der Nähe der Stadt Lexington.

139 Fahrgäste und 8 Mitarbeiter an Bord

An Bord waren dem Sender NBC zufolge 139 Fahrgäste und 8 Mitarbeiter. Cahill bestätigte die zwei Todesopfer. Ob es sich um Passagiere und Bahnmitarbeiter handele, sei derzeit nicht klar. Ebenfalls noch unklar sei, ob es lebensbedrohliche Verletzungen gegeben habe. „Es reicht von kleinen Kratzern und Beulen bis zu schwereren Knochenbrüchen“, sagte Cahill. „Mehr weiß ich derzeit nicht.“ In ersten Berichten war von 50 Verletzten die Rede gewesen.

Der Fahrgast Derek Pettaway sagte dem Sender CNN, er sei von einem Ruck geweckt worden und habe ein leichtes Schleudertrauma erlitten. „Niemand geriet in Panik. Ich glaube, die meisten Menschen haben geschlafen, ich glaube die meisten hatten einen Schock“, sagte er.

Notunterkunft für Verletzte in nahe gelegener Schule

Amtrak richtete eine Notfall-Hotline für Angehörige ein. Einige Waggons seien bei dem Zusammenstoß entgleist, schrieb der Sheriff von Lexington auf Twitter. Die Retter konnten alle Fahrgäste aus dem Personenzug bergen, sagte ein Sprecher der Notfallbehörde von South Carolina (SCEMD). Für die nicht verletzten Fahrgäste richtete das Rote Kreuz eine Notunterkunft in einer nahe gelegenen Schule ein.

Aus dem Wrack des Güterzugs der Bahngesellschaft CSX seien nach dem Unglück große Mengen an Treibstoff ausgetreten. Für die Öffentlichkeit bestehe derzeit aber keine Gefahr, meldete der Sender NBC unter Berufung auf die Behörden.

Es war das zweite Bahnunglück mit einem Amtrak-Zug innerhalb einer Woche. Am Mittwoch war ein mit republikanischen Kongressabgeordneten besetzter Zug im Bundesstaat West Virginia mit einem Müllwagen zusammengestoßen. Dabei kam ein Mensch ums Leben. Drei Menschen starben im Bundesstaat Washington im Dezember, als ein Amtrak-Zug entgleiste und von einer Überführung auf eine Straße fiel.

dpa

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