Schon 358 Flüge ausgefallen

Eis legt Frankfurter Flughafen komplett lahm

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Fluggäste stehen am 20.01.2013 im Terminal 1 des Flughafens von Frankfurt am Main (Hessen) vor den Schaltern Schlange. Eisregen hat den Frankfurter Flughafen lahmgelegt.

Frankfurt am Main - Seit 16.20 Uhr kann am Frankfurter Flughafen kein Flugzeug mehr landen oder abheben. Eisregen hat den Airport komplett lahmgelegt. Schon vorher mussten über 200 Flüge gestrichen werden.

Überfrierender Regen hat den Flugbetrieb in Frankfurt am Main lahmgelegt. Seit 16.20 Uhr können die Maschinen weder abheben noch landen, teilte ein Sprecher am Sonntag mit. Der Eispanzer auf den Flugzeugen sei so dick, dass eine Enteisung nicht mehr möglich sei. Inzwischen seien alle Parkpositionen auf dem Flughafen belegt. Darum seien auch keine Landungen mehr möglich. Mit einer Besserung werde erst gegen 19 Uhr gerechnet. Bis zum frühen Abend belief sich die Zahl der Flugausfälle am Sonntag auf 358. Auf der Internetseite des Flughafens waren Annullierungen bis nach 22 Uhr angegeben. Doch nicht nur am Frankfurter Flughafen wurde der Betrieb teilweise eingestellt. Auch zahlreiche Autobahnabschnitte mussten am Sonntag aufgrund von Eisregen gesperrt werden.

Die Streudienste waren pausenlos im Einsatz, konnten die Straßen aber nicht überall von Glätte befreien. Zahlreiche Unfälle waren die Folge. Allein in Baden-Württemberg wurden 800 Unfälle gezählt. „Da kann noch einiges dazukommen“, sagte ein Sprecher des Lagezentrums im Innenministerium. Bei den Karambolagen wurden rund 30 Menschen verletzt. Der Sachschaden wird auf eine Million Euro geschätzt. Selbst die Polizei musste im Raum Stuttgart ihre Autos stehen lassen und zu Fuß auf Streife gehen.

Besserung in Sicht, aber es bleibt eisig kalt

Für die kommende Woche sieht aber schon wieder besser aus. Nach teils kräftigen Schneefällen und Unwetterwarnungen am Wochenende erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) eine Beruhigung der Lage. Das Tief „Gong“ ziehe im Laufe des Montags ab, so dass bis zum nächsten Wochenende nur noch wenig Schnee falle, teilte der DWD am Sonntag in Offenbach mit.

Es bleibe aber bei Minusgraden, nur entlang des Rheins und in einigen Flusstälern gebe es keinen Dauerfrost. Wo der Himmel klar bleibe, könnten die Temperaturen nachts unter minus 15 Grad fallen, erläuterte der DWD. Der Winter zeige sich zudem von seiner trüben Seite. Winterspaziergänge im Sonnenschein seien eher selten möglich.

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Für die Nacht zum Montag hatte der DWD noch einmal auch heftigere Schneefälle vorhergesagt. Dabei sollten sich die Niederschläge nach Norden ausbreiten. Auch warnten die Meteorologen weiter vor glatten Straßen. Sinkende Temperaturen auch in höheren Lagen sollten aber die Gefahr von Blitzeis mindern, weil dann gleich Schnee und nicht Regen auf den gefrorenen Boden falle.

dapd/dpa

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