Aus Spaß wurde Ernst

Wegen lieb gemeintem Twitter-Post steht bei einer Mutter die Polizei vor der Tür

Damit hat eine US-Amerikanerin sicher nicht gerechnet: Wegen einem Twitter-Post, in dem die Mutter einen Witz über ihren Sohn macht, wird plötzlich gegen sie ermittelt - wegen Kindesmissbrauch.

Mississippi - Alex McDaniel ist Journalistin und Mutter eines dreijährigen Jungens. Auf ihrem Twitter-Account veröffentlicht sie - seit ihr Kind sprechen kann - regelmäßig die skurrilsten und witzigsten Gespräche mit ihm. Über 9000 Follower lesen die kleinen Anekdoten und mögen die authentische Art, mit der Alex McDaniel über das Mutterdasein berichtet.

Einer dieser Tweets wurde ihr aber nun zum Verhängnis, wie sie in der Time erzählt: „Ich habe eine lustige Konversation mit ihm darüber geführt, ob er aufs Töpfchen muss. Daraufhin habe ich meinen Followern ein genauso lustiges Angebot gemacht: Dreijähriger zu verkaufen. 12 Dollar oder das beste Angebot.“ Als der Sohn seiner Mutter nämlich auf eine etwas - für sein Alter - unpassende Art erklärt, dass er nicht aufs Töpfchen gehen kann, weil eben ‚nichts rauskommt‘ ist diese verzweifelt - aber gleichzeitig auch amüsiert. Aus diesem Grund bietet sie - natürlich nur zum Spaß - ihren Sohn zum Verkauf an.

Nur wenige Später hatte die Mutter Besuch in der Arbeit - von Ermittlern der Kinderschutzbehörde. Sie erklärten ihr, dass ein anonymer Tipp auf einer Kindesmissbrauchs-Hotline eingegangen war, weil Alex McDaniel wohl vorgehabt hätte, ihr eigenes Kind zu verkaufen. Der Vorwurf: Kindesmissbrauch und Menschenhandel.

Zusammen mit den Ermittlern musste sie ihren kleinen Sohn aus der Vorschule abholen - die Beamten wollten sichergehen, dass es dem Jungen gut geht. Wie sie selbst schreibt, versuchte sie mit aller Kraft, nicht vor ihrem Sohn in Tränen auszubrechen. 

Nach einer Hausdurchsuchung und einem Gespräch mit dem Dreijährigen merkten die Ermittler schnell, dass diese Frau zu Unrecht des Kindesmissbrauchs beschuldigt wurde und dass der Kleine bei seiner Mutter sehr gut aufgehoben ist.

Die Mutter beschreibt diese Zeit, als die „höllischste Woche“ ihres Lebens. Und das alles nur, weil es wirklich Leute gab, die dachten, sie würde ihr eigenes Kind auf Twitter verkaufen - für 12 Dollar. 

nb

Rubriklistenbild: © Screenshot Twitter

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