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Virologe Drosten im Urlaub beschimpft: Polizei ermittelt, Campingplatz-Betreiberin reagiert

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Virologe Christian Drosten (50).
Während seines Camping-Urlaubs wurde der durch die Pandemie berühmt gewordene Virologe Christian Drosten verbal attackiert. © Kay Nietfeld/dpa

Virologe Christian Drosten wehrt sich juristisch gegen üble Beschimpfungen. Die verbale Attacke war nicht das erste Mal, dass der Corona-Experten angefeindet wurde.

Update vom 30. Juli, 13.15 Uhr: Während die Behörden ermitteln, zog nun auch die Betreiberin des Camping-Platzes, auf dem Virologe Christian Drosten angefeindet wurde (siehe Erstmeldung), Konsequenzen. Coralie von Schmidt kündigte einem der pöbelnden Dauercamper auf dem Zeltplatz am Ellbogensee südlich der Müritz fristlos. „Wir haben hier ein sehr tolerantes Publikum“, stellte sie im Gespräch mit der Ostsee Zeitung klar, „Unsere Gäste wissen, dass so etwas bei uns unüblich ist.“

Erstmeldung: Wegen Beschimpfungen im Urlaub: Virologe Drosten erstattet Anzeige

Wesenberg – Weil er während seines Urlaubs beschimpft worden ist, hat der Virologe Christian Drosten (50) nun Anzeige gegen drei Personen erstattet. Der Corona-Experte und Professor der Berliner Charité hatte sich auf einem Zeltplatz an der Mecklenburgischen Seenplatte aufgehalten, als er von drei Dauercampern verbal angefeindet wurde.

Eine Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg bestätigte, dass Drosten wegen Verleumdung Anzeige gegen zwei Frauen und einen Mann erstattet hatte. Nach Angaben des Online-Portals Wir sind Müritzer sei der Virologe unter anderem als Massenmörder beschimpft worden. Die Polizei in Neubrandenburg äußerte sich nicht näher zu dem Vorfall, der sich am vergangenen Samstag (25. Juni) am Ellbogensee zugetragen haben soll.

Vor allem während der Corona-Politik war Drosten Feindbild von Impfgegnern

Inzwischen sei Drosten wieder planmäßig abgereist. Zuletzt meldete sich der Virologe kritisch zu Wort: Drosten befürchte einen erneuten starken Anstieg der Corona-Zahlen erneut nach den Sommerferien. Bereits in den vergangenen beiden Jahren gab es in Deutschland eine sprunghafte Zunahme an Neuinfektionen, nachdem die Sommerferien geendet hatten.

Der Virologe erlangte im Zuge der Corona-Pandemie deutschlandweite Bekanntheit. Im Zuge der Corona-Politik der Bundesregierung wurde Drosten immer wieder zur Zielscheibe von Hasstiraden. Vor allem Impf-Gegner und Kritiker der Corona-Maßnahmen feindeten den Virologen öffentlich an. (dpa/rku)

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