Tag der Pflege

Verbände und Linke fordern deutlich mehr Stellen für Pfleger

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Mindestens 60.000 zusätzliche Pfleger fehlten in Deutschland, so der Sozialverband VdK Deutschland. Foto: Holger Hollemann/Symbolbild

Berlin (dpa) - Angesichts des Pflegenotstands in Deutschland müssen aus Sicht von Parteien und Verbänden deutlich mehr neue Stellen geschaffen werden als bislang in Aussicht gestellt.

Der Sozialverband VdK Deutschland sprach zum Tag der Pflege an diesem Samstag von mindestens 60.000 zusätzlichen Pflegern, die notwendig seien. Die Linken nannten die Zahl von 100.000 Pflegekräften in Krankenhäusern und 40.000 in stationären Pflegeeinrichtungen, "um annähernd im europäischen Mittelfeld anzukommen und eine bedarfsgerechte Pflege zu ermöglichen", wie die Partei in Berlin mitteilte.

Nach Einschätzung des Deutschen Pflegerats klafft in Deutschland eine Personallücke von mehr als 100.000 Pflegern. Verbandspräsident Franz Wagner forderte deshalb von der Bundesregierung einen "nationalen Masterplan zur Sicherung der pflegerischen Versorgung", der sich über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren erstrecke.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will das Personal in den Pflegeheimen über die im Koalitionsvertrag vereinbarten 8000 zusätzlichen Stellen hinaus aufstocken. "Mein Ziel ist, dass in jeder der 13.000 stationären Altenpflegeeinrichtungen in Deutschland zusätzliches Personal ankommt", sagte er kürzlich dem "Spiegel".

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi plädierte für "verbindliche Personalvorgaben" in der Pflege. Der Vorsitzende des Paritätischen Gesamtverbands, Rolf Rosenbrock, forderte: "Wir brauchen eine Abkehr von der Durchökonomisierung der Pflege." Der Internationale Tag der Pflege erinnert an den Geburtstag der britischen Pionierin der Krankenpflege, Florence Nightingale (1820-1910).

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