Nach sechs Jahren Bürgerkrieg

UN: Zahl der Syrien-Flüchtlinge übersteigt 5-Millionen-Marke

Eine verwüstete Straße in Aleppo. Die Stadt liegt nach dem mehrere Jahre andauernden Krieg fast vollständig in Trümmern. Foto: Hassan Ammar / Archiv
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Eine verwüstete Straße in Aleppo. Die Stadt liegt nach dem mehrere Jahre andauernden Krieg fast vollständig in Trümmern. Foto: Hassan Ammar / Archiv
Syrische Flüchtlinge im Lager des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen in Azraq. Foto: Rainer Jensen
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Syrische Flüchtlinge im Lager des Flüchtlingswerks der Vereinten Nationen in Azraq. Foto: Rainer Jensen
Eine russische Suchoi Su-34 wirft über Syrien ihre Bombenlast ab. Foto: Russisches Verteidigungsministerium/Archiv
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Eine russische Suchoi Su-34 wirft über Syrien ihre Bombenlast ab. Foto: Russisches Verteidigungsministerium/Archiv
Hunderttausende Syrer sind auf der Flucht. Foto: Swen Pförtner
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Hunderttausende Syrer sind auf der Flucht. Foto: Swen Pförtner
Nach einem Luftangriff sitzt ein verletzter Junge in einem Krankenhaus im syrischen Douma. Foto: Mohammed Badra/Archiv
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Nach einem Luftangriff sitzt ein verletzter Junge in einem Krankenhaus im syrischen Douma. Foto: Mohammed Badra/Archiv
Eine Straße im östlichen Stadtteil Salaheddine der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo. Foto: Hassan Ammar
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Eine Straße im östlichen Stadtteil Salaheddine der vom Krieg zerstörten Stadt Aleppo. Foto: Hassan Ammar
Viele Kinder in Syrien leiden unter dem Bürgerkrieg. Foto: Khudr Al-Issa/Unicef/AP
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Viele Kinder in Syrien leiden unter dem Bürgerkrieg. Foto: Khudr Al-Issa/Unicef/AP
Nach einem Luftangriff in Aleppo versuchen Helfer Opfer aus den Trümmern eines Hauses zu bergen. Bei dem Angriff im vergangenen April wurde auch ein Krankenhaus schwer getroffen. Foto: Hadi Alabdallah
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Nach einem Luftangriff in Aleppo versuchen Helfer Opfer aus den Trümmern eines Hauses zu bergen. Bei dem Angriff im vergangenen April wurde auch ein Krankenhaus schwer getroffen. Foto: Hadi Alabdallah
Blick auf einen zerstörten Straßenzug in Aleppo: Bei einem Luftangriff auf eine Moschee in der Nähe der syrischen Stadt sind dutzende Menschen getötet worden. Foto: SANA/Archiv
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Blick auf einen zerstörten Straßenzug in Aleppo: Bei einem Luftangriff auf eine Moschee in der Nähe der syrischen Stadt sind dutzende Menschen getötet worden. Foto: SANA/Archiv

Vor einem Jahr hatte sich die internationale Gemeinschaft auf zusätzliche Hilfe für syrische Flüchtlinge geeinigt. Doch alles läuft nach UN-Angaben schleppend. Zudem ist die Zahl der Flüchtlinge über fünf Millionen gestiegen.

Genf (dpa) - Vor dem Grauen des syrischen Bürgerkriegs sind inzwischen mehr als fünf Millionen Menschen vor allem in die Nachbarländer geflohen. Die Zahl der hauptsächlich in Ländern wie der Türkei, dem Libanon, Jordanien, dem Irak und Ägypten registrierten Flüchtlinge liegt nun bei 5,018 Millionen.

Das teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR in Genf mit. Diese Zunahme liege hauptsächlich an der jüngst erfolgten Registrierung von einigen 10 000 Flüchtlingen in der Türkei, sagte ein UNHCR-Sprecher.

Außerdem sind von den insgesamt 22 Millionen Syrern mehr als sechs Millionen innerhalb des Landes auf der Flucht. In dem seit sechs Jahren dauernden Konflikt sind bisher rund 400 000 Menschen ums Leben gekommen.

Die internationale Gemeinschaft müsse ihre Hilfe weiter verstärken, forderte der UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi. So sei ein Jahr nach der Forderung, 500 000 Plätze zur Wiederansiedlung zu schaffen, gerade erst die Hälfte erfüllt. "Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir 2017 und darüber hinaus unsere Anstrengungen verstärken", sagte Grandi.

Im März 2016 hatten sich Dutzende wohlhabende Staaten darauf geeinigt, zur Entlastung der von der Flüchtlingskrise besonders betroffenen Nachbarländer zusätzliche Kapazitäten zu schaffen. Ziel war es, zumindest zehn Prozent der damals rund 4,8 Millionen Flüchtlinge aufzunehmen.

"Wir haben noch einen langen Weg vor uns, die Wiederansiedlung voranzutreiben", sagte Grandi. Er warb erneut dafür, auch andere Wege für legale Einreise- und Aufenthaltsmöglichkeiten zu öffnen. So tritt das UNHCR dafür ein, in humanitären Fällen Sondervisa auszustellen oder Hochschulstipendien, Familienzusammenführungen und auch private Patenschaften zu ermöglichen. "Wenn wir unsere Ziele erreichen wollen, müssen wir 2017 und darüber hinaus unsere Anstrengungen verstärken", sagte Grandi.

Im März 2011 war es in der syrischen Hauptstadt Damaskus erstmals zu größeren Protesten gekommen, aus denen sich der Bürgerkrieg entwickelte. Seit Ende Dezember gilt eine von Russland und der Türkei vermittelte Waffenruhe. Trotzdem kommt es täglich weiterhin zu Angriffen und Kämpfen. 14 Millionen Syrer sind laut Hilfsorganisationen auf humanitäre Hilfe angewiesen.

UNHCR-Statistik zu Syrien-Flüchtlingen (engl)

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