Urteilsverkündung

TV-Serie als Vorbild: Australierin ermordet Großvater

Im vergangenen Jahr hat eine 19-jährige ihren Großvater brutal ermordet. Am heutigen Dienstag wurde sie vor Gericht verurteilt. Motiviert wurde sie vor allem durch „American Horror Story“.

Sydney - Im August vergangenen Jahres hat die damals 19-jährige Brittney Jade Dwyer ihren 81-jährigen Großvater Robert Whitwell in seinem Anwesen in Adelaide ermordet. Nun wurde sie am Obersten Gerichtshof des Bundesstaates South Australia wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt, wie der australische Sender ABC am Dienstag berichtete. 

Dem Anwalt der Enkelin zufolge war die Tat von der Fernsehserie „American Horror Story“ motiviert. Dieser bezeichnete den Aspekt als sehr verstörend. Die bekannte TV-Serie behandle das Erforschen des menschlichen Vermögens für Böses und „generelle Abhängigkeit von Verbrechen und Mord“, erklärte ihr Anwalt. Die Enkelin soll zudem drogen- und alkoholabhängig sein und eine Persönlichkeitsstörung haben.

„Unnatürliches Interesse an Gewalt“

Die junge Frau erstach dem Urteil zufolge ihren Großvater, um sein Privatvermögen im Wert von 100 000 australischen Dollar (66 000 Euro) zu stehlen. Nachdem sie viermal zugestochen hatte, soll sie das Geschirr abgewaschen haben, während sie ihren Großvater seinen Wunden überließ.

„Dieser Mord war brutal, gleichgültig, kaltblütig und leidenschaftslos geplant“, sagte der Richter in seiner Urteilsbegründung. Die Frau sei eine Gefahr für die Gemeinschaft. Als Tatmotive nannte der Richter Habgier und ein „unnatürliches Interesse an Gewalt und daran, Menschen sterben zu sehen.“

Dwyer war von ihrer Freundin Bernadette Burns Haus Whitwells begleitet worden. Diese wartete im Auto und schminkte sich dort währenddessen. In den Wochen zuvor soll Burns der Täterin Nachrichten geschrieben haben, die sie zu der Tat ermutigten. Sie wurde wegen Beihilfe zum Mord zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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