Kritik am US-Präsidenten

Trump-kritischer Leiter der US-Ethikbehörde tritt zurück

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Der Leiter der Behörde für Regierungsethik, Walter Shaub, Mitte Januar im Kapitol in Washington. Foto: J. Scott Applewhite

Anfang des Jahres hatte er mit öffentlicher Kritik am neuen Mann im Weißen Haus für Aufsehen gesorgt. Nun ist der Chef der US-Behörde für Regierungsethik zurückgetreten.

Washington (dpa) - Der für massive Kritik an Interessenkonflikten Donald Trumps im Amt des US-Präsidenten bekannte Leiter der Behörde für Regierungsethik tritt zurück.

Walter Shaub verkündete am Donnerstag, er werde seinen Posten an der Spitze des unabhängigen Ethikbüros am 19. Juli räumen. "Bei der Arbeit mit der amtierenden Regierung ist mir klar geworden, dass wir die bestehenden Ethikregeln verbessern müssen", teilte Shaub in einer Stellungnahme mit. Künftig werde er für eine private Organisation arbeiten, die strengere Regeln für Wahlen, Wahlkampffinanzierung und Regierungsethik fordert.

Shaub hatte im Januar mit öffentlicher Kritik an Trump für Aufsehen gesorgt, nachdem sich der Republikaner einen Tag vor seinem Amtsantritt als US-Präsident aus dem operativen Geschäft der Trump Organization zurückgezogen und die Leitungsaufgaben seinen Söhnen Donald Jr. und Eric übertragen hatte. Shaub nannte den Schritt unzureichend und forderte Trump auf, sein undurchsichtiges Firmengeflecht in wirklich unabhängige Verwaltung abzugeben, um jegliche Interessenkonflikte auszuschließen.

Shaub war schon unter den Präsidenten George W. Bush und Barack Obama für das Ethikbüro tätig. Seine Amtszeit wäre regulär erst im Januar 2018 ausgelaufen. Sein Nachfolger wird vom Präsidenten auf fünf Jahre ernannt. Der "Washington Post" sagte Shaub am Donnerstag, es sei für ihn eindeutig erkennbar gewesen, dass er als Leiter der Ethikbehörde nichts mehr erreichen könne.

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