Gefährliche Raubtiere 

Tierschützer fangen in Russland Tigerfamilie

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Tierschützer fangen in Russland Tigerfamilie mit zwei Jungen.

Tierschützer haben im Fernen Osten Russlands eine Tigerfamilie mit zwei Jungen gefangen und in ein Schutzgebiet gebracht.

Alexej-Nikolskoje - „Es war eine technisch schwierige Aufgabe, an der viele Menschen mit Pferden und Spezialausrüstung beteiligt waren“, sagte Pawel Fomenko von der Tierschutzorganisation WWF.

Das Tigerweibchen war im Januar Bewohnern eines Dorfes in der Region Primorje am Pazifik aufgefallen. WWF zufolge streunte das Raubtier umher und machte Jagd auf Hunde und Vieh.

Da der Tiger eine Gefahr für die Menschen darstellte, fingen Experten das Tier im Februar ein und machten sich auf die Suche nach möglichen Jungen. Wenig später entdeckten sie zwei Kätzchen im Alter von sechs bis sieben Monaten. Sie seien gesund und gut genährt und in ein Reservat zu ihrer Mutter gebracht worden, teilte WWF mit. „Wenn alles gut geht, können wir sie im Mai wieder in die Wildnis entlassen“, hieß es. Sie sollen in eine abgelegene Region gebracht werden, um Konflikte mit Menschen zu vermeiden.

In Russland lebt der Sibirische Tiger. Derzeit gebe es rund 560 Tiger in freier Wildbahn, hatte WWF-Experte Jewgeni Schwarz der Agentur Tass Anfang März gesagt. Vor allem Wilderer sind eine Gefahr für den Bestand der Tiere.

Ein grausames Drama hat sich kürzlich im Fuzhou-Zoo abgespielt: Ein Tiger hat einen Tierpfleger angefallen und zerfleischt. Vor den Augen entsetzter Touristen. 

dpa

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