Alles zum Star-Besuch

Bewohner gehen auf die Barrikaden, als Brücke nach Weltstar benannt werden soll

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Terence Hill kommt am Freitag (24. August) nach Worms (Archivfotos) 

Ein Hauch von Hollywood am Rhein: Zwar wird nun doch keine Brücke nach ihm benannt – doch Western-Legende Terence Hill kommt trotzdem nach Worms.

Worms - Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass Mario Girotti der Domstadt Rhein einen Besuch abstattete. Nun kehrt der Italo-Western-Star, besser bekannt als Terence Hill, nach Worms zurück. 

Am Freitag (24. August) präsentiert der 79-Jährige hier seinen neuen Film „Mein Name ist Somebody - Zwei Fäuste kehren zurück“, der seit dem 23. August in den Kinos läuft. Schon 1966 kam der Filmstar nach Worms – damals zur Premiere eines Nibelungen-Films, in dem er den tragischen Helden Giselher spielte. 

Doch Terence Hill wird in der 83.000-Einwohner-Stadt nicht nur seinen Film präsentieren, sondern auch die Brücke beschreiten, die eigentlich nach ihm benannt werden sollte... 

Wegen dieser Brücke wollte Terence Hill ursprünglich nach Worms kommen.

Wirbel um „Terence-Hill-Brücke“

Für viele Wormser ist die Fußgängerbrücke über die B9 allgemein bekannt als „Terrence-Hill-Brücke“. Hintergrund ist eine Aktion des Wormser Musikers Peter Englert, der die Brücke kurz vor der offiziellen Einweihung 2016 spontan auf ihren kuriosen Namen tauft. Und der verbreitet sich wie ein Lauffeuer. 

Das einzige Problem: Die Brücke hat zu diesem Zeitpunkt bereits einen Namen. Pate ist der Unternehmer Karl Kübel (1909 - 2016), einst einer der größten Möbelhersteller Europas. Die Bezeichnung nach Terence Hill scheint den meisten Wormsern allerdings wesentlich besser zu gefallen.

Die Fußgängerbrücke ziert sogar ein inoffizielles Schild mit ihrem „alternativen“  Namen. 

Was also tun? Michael Kissel (SPD), Oberbürgermeister der Stadt, will einen Kompromiss – und schlägt einen Doppelnamen der Brücke vor. Die Fans jubeln und sogar der Filmstar selbst reagiert: „Ist es wirklich wahr, dass ihr einer Brücke meinen Namen gegeben habt? Ich komme sehr gerne“, lachte der 79-Jährige in einem Facebook-Video in die Kamera. 

Doch dann kommt alles anders...

Eine Brücke für 900.000 Euro mit dem Namen des Darstellers von Figuren wie „Nilpferd“ benennen? Das geht einigen Wormsern zu weit – und der OB, der den Stein bereits weit über die Grenzen der rheinland-pfälzischen Stadt ins Rollen gebracht hat – muss zurückrudern.

Die Ankündigung, der Brücke einen neuen oder zumindest einen zweiten Namen zu geben, habe Karl Kübels Angehörige und die Verantwortlichen der Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie brüskiert, sagt der Oberbürgermeister. Eine Umbenennung werde dem vorbildlichen Wirken des sozial engagierten Unternehmers Kübel und seiner Stiftung nicht gerecht.

Doch da war bei vielen Terence-Hill-Fans die Erwartung schon geweckt und die Enttäuschung dementsprechend groß. 

Die einzige Entschädigung nach diesem eher peinlichen Start: Terence Hill sieht's gelassen und kommt trotzdem!

So läuft der Besuch des Filmstars ab

  • Der 79-Jährige wird sich bei seinem Besuch in Worms zunächst ins Gästebuch der Stadt eintragen. 
  • Um 16:30 Uhr besucht der gebürtige Venezianer das mittlerweile zu Ruhm gekommene Bauwerk – die Karl-Kübel-Brücke. Eine gute Gelegenheit für die Fans, das ein oder andere Autogramm abzustauben.
  • Um 20:30 Uhr zeigt Terence Hill in der EWR-Arena bei einer Open-Air-Vorstellung seinen neuen Film.

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kab/dpa

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