Verbotener Test

Nordkorea misslingt Raketenstart

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Kim Jong Un verletzt mit den Tests UN-Resolutionen. Foto: Korean Central Tv Broadcasting Station/Archiv

Jeder Raketentest, den Nordkorea unternimmt, wird in der Region genau beobachtet. Beim jüngsten Versuch soll eine Rakete kurz nach dem Start explodiert sein. Was für ein Flugkörper es genau war, bleibt zunächst unklar.

Seoul (dpa) - Nordkorea ist nach Angaben Südkoreas und der USA ein erneuter Raketenstart misslungen. Eine Rakete sei von der Ostküste abgefeuert worden, teilte das Verteidigungsministerium in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul am Mittwoch mit. Man gehe davon aus, dass der Test fehlgeschlagen sei.

Um welchen Raketentyp es sich handelte, blieb zunächst unklar. Die Rakete scheine "innerhalb von Sekunden nach dem Start explodiert zu sein", wurde das US-Pazifikkommando von amerikanischen Sendern zitiert. 

UN-Resolutionen verbieten Nordkorea den Test ballistischer Raketen. Die kommunistische Führung in Pjöngjang hatte Anfang dieses Monats in der Region erneut mehrere ballistische Testraketen gestartet. Nach Angaben Südkoreas flogen sie etwa 1000 Kilometer, bevor sie im Japanischen Meer (Ostmeer) niedergingen. 

Die USA verlegten nur einen Tag später erste Teile eines Raketenabwehrsystems nach Südkorea, das sich gegen dessen isoliertes Nachbarland richten soll. China protestierte heftig gegen die Maßnahme.

Am vergangenen Wochenende hatte Nordkorea den Bodentest eines neuartigen, leistungsstarken Raketenantriebs vermeldet. Nach Berichten der Staatsmedien ging es dabei darum, die technologische Grundlage für Trägerraketen für den Transport von Satelliten zu festigen. Die Satellitenentwicklung des Landes ist aus der Sicht der Weltgemeinschaft eine Tarnung für die Entwicklung von Interkontinentalraketen.

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