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Was tun beim Stromausfall? Tipps zur Vorbereitung auf den Ernstfall

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Von: Vincent Büssow

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Menschen sitzen bei Kerzenlicht in einer Wohnung.
Bei einem langandauernden Stromausfall lohnt es sich, einige Dinge auf Vorrat zu haben. (Symbolbild) © Julian Stratenschulte/dpa

In Deutschland ist ein Stromausfall oft schnell behoben. Im Ernstfall sind die Folgen aber katastrophal. Es lohnt sich deshalb, vorbereitet zu sein.

Kassel – Die Abhängigkeit von Strom in unserer Gesellschaft nimmt ständig zu. An vielen Stellen ist das offensichtlich: Elektrogeräte wie Laptops und Handys müssen regelmäßig geladen werden, Lampen und Küchenausstattung hängen permanent am Stromnetz. Tatsächlich wirkt sich Elektrizität in Deutschland mittlerweile auf fast alle Lebensbereiche aus. Mit dieser wachsenden Abhängigkeit werden auch die Folgen eines potenziellen Stromausfalls immer dramatischer. Es lohnt sich deshalb mehr denn je, auf den Ernstfall vorbereitet zu sein.

Laut einer Analyse des Büros für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) würde ein länger andauernder, großflächiger Stromausfall einer nationalen Katastrophe gleichkommen. Die Infrastruktur für Kommunikation, Gesundheit und Lebensmittelversorgung wäre in einem solchen Fall nicht mehr gegeben. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) rät den Menschen in Deutschland deshalb, für den Blackout Vorbereitungen zu treffen.

Was tun beim Stromausfall? Bundesbehörde gibt Tipps zur Vorbereitung

Wenn es um Wärme geht, steht in Deutschland aktuell die Versorgungslage mit Gas im Vordergrund. Nach wie vor wird hierzulande hauptsächlich mit Erdgas und Öl geheizt. Wer deshalb denkt, dass ein Stromausfall keine Auswirkungen auf die Wärmeversorgung hätte, liegt allerdings falsch. Die meisten Heizungen funktionieren elektrisch und fallen deshalb im Notfall aus. Das BKK empfiehlt aus diesem Grund nach Möglichkeit die Anschaffung einer alternativen Heizquelle. Wer einen Kamin oder Ofen hat, sollte sich einen Vorrat an Brennmaterialien anlegen. Ansonsten helfen natürlich auch dicke Decken und warme Kleidung.

Stromausfall in Deutschland: Wie wahrscheinlich ist der Katastrophenfall?

Als Erstes wird ein Stromausfall oft dadurch bemerkt, dass das Licht ausgeht. Besonders im Winter, wenn die Sonnenstunden rar sind, sind deshalb nichtelektrische Ersatzbeleuchtungen hilfreich. Das BKK empfiehlt batteriebetriebene Taschenlampen, Kerzen sowie Streichhölzer oder Feuerzeuge sowie Camping-Lampen. Auf Outdoor-Produkte kann auch bei der Ernährung zurückgegriffen werden. So lassen sich kleinere Mahlzeiten auf einem Campingkocher zubereiten. Natürlich ist auch ein Vorrat an haltbaren Lebensmitteln ratsam, die kalt verzehrt werden können.

Laut der Analyse des TAB ist ein Stromausfall, der mehrere Wochen anhält und verschiedene Bundesländer umfasst, sehr unwahrscheinlich. Aussetzer im Netz werden meist innerhalb kurzer Zeit behoben, wobei die Stromversorgung in Deutschland im Jahr 2019 je Verbraucher nur knapp über 12 Minuten unterbrochen war, wie die Bundesnetzagentur mitteilte. Dennoch können Naturkatastrophen wie das Hochwasser in NRW und Rheinland-Pfalz im vergangenen Jahr das Netz auch langfristiger lahmlegen, wobei der Klimawandel derartige Vorkommnisse immer häufiger werden lässt. Es lohnt sich also, vorbereitet zu sein. (vbu)

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