Entertainment-Sparte legt zu

Spartenverkauf kostet ProSiebenSat.1 Umsatz

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Das Konzern-Logo der ProSiebenSat.1 Media AG am Eingang zur Konzern-Zentrale in Unterföhring. Foto: Andreas Gebert

Durch den Konzernumbau gehen dem Konzern Erlöseinnahmen durch die Lappen. Und zwar stärker, als Experten erwartet hatten. An der Jahresprognose wird aber festgehalten.

Unterföhring (dpa) - Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 hat im ersten Quartal aufgrund des Umbaus Umsatzeinbußen verbucht.

Nachdem sich das Unternehmen im vergangenen Jahr fast gänzlich von seinem Reisegeschäft getrennt hatte, gingen die Erlöse zwischen Januar und März im Vorjahresvergleich um drei Prozent auf 881 Millionen Euro zurück, wie die Münchener mitteilten. Analysten hatten schon mit einem Rückgang gerechnet, wenngleich auch mit einem etwas leichteren.

Ohne die Veräußerungen der Reiseunternehmen Etraveli und weg.de und Währungseffekte ausgeklammert wären die Umsätze leicht gestiegen, hieß es. Die Pläne rund um die neu gebildete NuCom-Group werden trotzdem vorangetrieben, die Prognose wird zudem aufrecht erhalten.

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) legte um 7 Prozent auf 200 Millionen Euro zu. Unter dem Strich kletterte der bereinigte Gewinn um sechs Prozent auf 93 Millionen Euro.

In der Entertainment-Sparte, die sowohl das TV-Geschäft als auch die Online-Unterhaltungsplattformen vereint, stiegen die Umsätze dank höherer Werbeeinnahmen um 2 Prozent auf 624 Millionen Euro. In der Produktionssparte brachen die Erlöse hingegen um 13 Prozent auf 97 Millionen Euro ein. Hier bereiteten hauptsächlich Währungseffekte im US-Geschäft Probleme.

Auch das sonst so verlässliche Geschäft mit den Internetportalen wie Verivox oder Parship erlitt mit minus 14 Prozent einen herben Dämpfer - der jedoch fast ausschließlich auf den Verkauf der Reiseunternehmen Etraveli und weg.de zurückzuführen ist.

Im Rahmen seines zum Jahresbeginn eingeleiteten Konzernumbaus hat ProSiebenSat.1 seine Beteiligungen an den Online-Plattformen in einer neuen Gesellschaft namens NuCom gebündelt. NuCom soll zu einer "führenden europäischen Plattform für Lifestyle-Angebote" ausgebaut werden. Ende Februar sicherte sich das US-Investmenthaus General Atlantic Anteile an der Sparte.

Interimschef Conrad Albert bestätigte die von ProSiebenSat.1 zum Jahresbeginn in Aussicht gestellte Prognose. Demnach soll der Umsatz 2018 weiterhin im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich steigen, bei einer bereinigten Ebitda-Marge im mittleren 20-Prozent-Bereich. Albert, der den Konzernvorsitz als Vorstandsmitglied derzeit übergangsweise führt, wird ab dem 1. Juni von Branchenneuling Max Conze abgelöst.

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