Nach Orkantief "Burglind"

Hochwasser steigt: Anspannung an deutschen Flüssen

Hat sein Bett verlassen: Der Fluss ist im bayerischen Zaugendorf weit über die Ufer getreten und hat eine Landstraße überflutet. Foto: Nicolas Armer
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Hat sein Bett verlassen: Der Fluss ist im bayerischen Zaugendorf weit über die Ufer getreten und hat eine Landstraße überflutet. Foto: Nicolas Armer
Die Mosel ist in Ürzig über die Ufer getreten. Die B53 ist in diesem Bereich voll gesperrt. Foto: Harald Tittel
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Die Mosel ist in Ürzig über die Ufer getreten. Die B53 ist in diesem Bereich voll gesperrt. Foto: Harald Tittel
Eine Uhr zeigt in Köln den Rheinpegel an. Die Lage für die Schifffahrt und für Anwohner blieb angespannt. Der Rheinpegel stand am Morgen bei etwa 6,80 Metern. Foto: Oliver Berg
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Eine Uhr zeigt in Köln den Rheinpegel an. Die Lage für die Schifffahrt und für Anwohner blieb angespannt. Der Rheinpegel stand am Morgen bei etwa 6,80 Metern. Foto: Oliver Berg
Hier geht nichts mehr: Ein Ausflugsschiff liegt in Köln am Rheinufer vor einer Brücke. Foto: Oliver Berg
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Hier geht nichts mehr: Ein Ausflugsschiff liegt in Köln am Rheinufer vor einer Brücke. Foto: Oliver Berg
Überfluteter Uferweg in Köln: Der anhaltende Regen lässt den Rhein weiter steigen. Foto: Oliver Berg
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Überfluteter Uferweg in Köln: Der anhaltende Regen lässt den Rhein weiter steigen. Foto: Oliver Berg
Die Donau ist da: Sportplatz und Gästekabine des SV Daugendorf in Daugendorf (Baden-Württemberg) sind vom Hochwasser überflutet. Foto: Thomas Warnack
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Die Donau ist da: Sportplatz und Gästekabine des SV Daugendorf in Daugendorf (Baden-Württemberg) sind vom Hochwasser überflutet. Foto: Thomas Warnack
Passagiere der Nordseefähre FRISIA 3 verlassen das Schiff. Aufgrund des Sturmtiefs "Burglind" waren am Vortag die Überfahrten ausgefallen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam
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Passagiere der Nordseefähre FRISIA 3 verlassen das Schiff. Aufgrund des Sturmtiefs "Burglind" waren am Vortag die Überfahrten ausgefallen. Foto: Mohssen Assanimoghaddam
Zahlreiche Autos stehen am Fährterminal in Norddeich (Niedersachsen) auf einem Parkplatz. Foto: Mohssen Assanimoghaddam
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Zahlreiche Autos stehen am Fährterminal in Norddeich (Niedersachsen) auf einem Parkplatz. Foto: Mohssen Assanimoghaddam

Schwäne schwimmen auf Uferstraßen, Wasser dringt in Keller ein. Und das Hochwasser könnte noch schlimmer werden. Wegen heftigen Regens rechnen Experten etwa an Rhein und Mosel mit steigenden Pegelständen.

Berlin (dpa) - Es regnet und regnet und Flüsse vor allem in West- und Süddeutschland treten über die Ufer. Die Schifffahrt auf der Mosel ist eingestellt worden, auf Teilen des Neckars ebenfalls. Auf dem Rhein droht Schiffsführern in den kommenden Tagen das gleiche Schicksal.

Bilder aus Rheinland-Pfalz und Bayern - insbesondere Oberfranken - sahen dramatisch aus. Überschwemmungen einzelner Grundstücke und Keller wurde aus vielen Regionen gemeldet. Orkantief "Burglind" brachte heftigen Regen, der zum Teil am Donnerstag noch andauerte. Entspannung ist bis zum Wochenende nicht in Sicht.

In Leutesdorf bei Neuwied am Mittelrhein konnten Spaziergänger Schwäne beobachten, wie sie vor malerischen Fachwerkhäusern auf einer Uferstraße schwammen. Auch die Lahn ist an vielen Stellen über die Ufer getreten. Viele kleinere Flüsse etwa in Hessen und anderenorts im Westen und Süden können ebenfalls gefährlich werden. In Baden-Württemberg sperrten die Behörden wegen Hochwassers den Neckar zwischen Mannheim und Heilbronn für die Schifffahrt.

In Köln blieb die Lage für die Schifffahrt und für Anwohner am Donnerstag angespannt: Der Rheinpegel stand am Mittag bei etwa 7 Metern. Auch am Niederrhein rechnen Experten mit Hochwasser und weiter ansteigenden Wasserständen. Bei einem Pegelstand über 8,30 Metern in Köln müsste der Schiffsverkehr komplett gestoppt werden.

An der Mosel ist vor allem der mittlere Abschnitt vom Hochwasser betroffen. Ufernahe Parkplätze zum Beispiel in Bernkastel-Kues waren laut Polizei am Donnerstag bereits gesperrt. Der Pegelstand in Trier war mit gut sieben Metern vier Meter über normal. Am Donnerstag sollte es vor allem im französischen südlichen Teil des Einzugsgebietes weiter heftig regnen. Daher wurde spätestens ab Abend wieder ein Ansteigen der Pegelstände an Mosel, Saar und Sauer erwartet. Ob zum Beispiel in Saarbrücken die kritische Marke von 3,80 Metern im Stadtteil St. Arnual erreicht wird, bei der die Stadtautobahn gesperrt werden muss, blieb zunächst unklar.

Am Rhein wird beim Pegel Maxau in Karlsruhe voraussichtlich Freitagmittag die Hochwassermarke II überschritten, ab der Schiffe nicht weiterfahren dürfen, wie das Hochwassermeldezentrum in Mainz mitteilte. Am Zusammenfluss von Mosel und Rhein am Deutschen Eck in Koblenz wurden bereits eine Uferstraße und Parkplätze gesperrt.

In Bayern in Oberfranken haben Dauerregen und Schneefälle in Verbindung mit der kurz danach einsetzenden Schneeschmelze die Flüsse anschwellen lassen, wie es von der Landesanstalt für Umwelt hieß. Laut Deutschem Wetterdienst ist bis Samstag auch im Allgäu wegen erwarteten Starkregens in Verbindung mit Schmelzwasser mit gewaltigen Wassermassen zu rechnen.

Guido Wolz vom Deutschen Wetterdienst (DWD) geht für die Region zwischen Donnerstag und Freitagabend mit einer Abflussmenge von 70 bis 100 Litern pro Quadratmeter aus. "Das ist natürlich sehr viel." Bei der "Abflussmenge" wird zum aktuellen Niederschlag noch das von den Bergen kommende Schmelzwasser hinzugerechnet.

Auf der Donau rechnet der Warndienst erst zum Wochenende mit Hochwasser. In Regensburg haben deshalb Mitarbeiter des Bauhofs damit begonnen, mobile Hochwasserschutzwände zu errichten, um eine Überflutung der historischen Altstadt zu verhindern.

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