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Wurst-Rückruf: Warnung vor gefährlichen Bakterien

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Von: Vincent Büssow

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In einer Wurst werden gefährliche Bakterien entdeckt. Der Verkauf muss gestoppt werden. Der Rückruf hat für Kunden verschiedene Folgen.

Kassel – Immer wieder kommt es dazu, dass verunreinigte Lebensmittel zum Verkauf angeboten werden. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kann auch gefährlich werden. In einem aktuellen Fall warnt das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) vor gesundheitsschädlichen Bakterien in einer Mettwurst – die bereits in Umlauf gebracht wurde.

Die Behörde meldete am Mittwoch (10. August), dass in der Putenzwiebelmettwurst des Herstellers Aldag Bakterien der Gattung Listerien nachgewiesen wurden. Das Produkt wurde deshalb zurückgerufen. Verunreinigte Würste wurden in drei Bundesländern verkauft. Dabei handelt es sich um Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Menschen, welche die betroffenen Mettwürste gekauft, oder sogar etwas davon gegessen haben, sollten nun auf mehrere Dinge achten.

Rückruf: In einer Mettwurst wurden gefährliche Listerien nachgewiesen.
Rückruf: In einer Mettwurst wurden gefährliche Listerien nachgewiesen. (Symbolbild) © Martin G. Dr. Baumgä/imago

Wurst-Rückruf: Was Verbraucher jetzt wissen müssen

Bei einem Rückruf wie diesem wird das betroffene Produkt zunächst aus dem Handel genommen. Auch für Personen, die etwas davon gekauft haben, besteht allerdings Handlungsbedarf. So kann die Wurst nun in dem Ort, an dem sie gekauft wurde, zurückgegeben werden. Üblicherweise wird dabei der gezahlte Preis zurückerstattet. Andernfalls können zurückgerufene Lebensmittel auch selbst entsorgt werden, wichtig ist nur, dass sie nicht mehr verzehrt werden. Ist es dafür zu spät, kann das gefährlich werden – besonders in diesem Fall.

HerstellerAldag
ProduktPutenzwiebelmettwurst
Verpackungseinheit500g, 1000g
Mindeshaltbarkeitsdatum10. August 2022
Grund für den RückrufListeriennachweis

Rückruf: Gefährliche Listerien in Mettwurst entdeckt

Bei den Bakterien, deren Nachweis den Rückruf ausgelöst haben, handelt es sich um Listerien. Diese rufen meist nach 14 Tagen eine Erkrankung hervor, die Durchfall und Fieber zur Folge hat. In schweren Fällen können Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen die Folge sein. Wie das BVL meldet, können die Erreger besonders für Senioren, Menschen mit geschwächtem Abwehrsystem, und Schwangere gefährlich werden. Letzteren wird geraten, sich in ärztliche Behandlung zu begeben, sollten sie etwas von der Wurst gegessen haben. Listerien können nämlich auch ohne Symptome gefährlich für ungeborene Kinder werden. Andere Betroffene sollen sich nur bei anhaltenden Symptomen untersuchen lassen.

Die Putenzwiebelmettwurst von Aldag ist nicht das einzige Lebensmittel, vor dem aktuell gewarnt wird. Auf der Liste der aktuellen Rückrufe befindet sich auch eine Bratwurst, die für Allergikerinnen und Allergiker gefährlich werden kann. (vbu)

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