Schiedsrichter blutig geschlagen

Spielabbruch: Prügel-Skandal in der Bezirksliga 

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Ein Bezirksliga-Spiel musste wegen einer üblen Prügelattacke gegen den Schiedsrichter abgebrochen werden.

Das Spiel der SG Bad Wimpfen gegen die zweite Mannschaft der Neckarsulmer Sport-Union muss nach der Halbzeit abgebrochen werden.

Bad Wimpfen - Prügel-Skandal in der Bezirksliga Unterland! Das Spiel der SG Bad Wimpfen gegen die zweite Mannschaft der Neckarsulmer Sport-Union musste am Donnerstagabend zur Halbzeit beim Stand von 4:3 abgebrochen werden. Der Grund: Schiedsrichter Markus Kohler wurde in der Pause von einem Neckarsulmer Spieler blutig geschlagen. Der NSU-Kicker war zehn Minuten vor der Halbzeit vom Referee mit Gelb-Rot vom Platz geschickt worden. In der Halbzeit dann der üble Vorfall: Der Spieler läuft in die Schiedsrichter-Kabine schlägt ihm mit der Faust ins Gesicht, tritt ihn mit dem Stollenschuh ins Gesicht. Ein Foto des Unparteiischen liegt der Redaktion vor. Darauf zu sehen: Schiedsrichter Kohler mit Blut im Gesicht, Platzwunden an Nase, Augenbraue und Stirn.

Statt zweiter Halbzeit wird ein Krankenwagen gerufen, der 28-Jährige muss ins Krankenhaus. Auch die Polizei wird eingeschaltet, ermittelt nun gegen den NSU-Kicker. Die Spiel-Wertung hängt nun vom Sportgericht ab. Timo Vogel, Vorsitzender der SG Bad Wimpfen, erklärt auf echo24.de*-Nachfrage: "Wir gehen davon aus, dass das Spiel am Ende mit 3:0 für uns gewertet wird." Für die Sport-Union wird der Täter nicht mehr spielen. Spartenleiter Klaus-Dieter zur Linden gegenüber echo24.de: "Wir distanzieren uns in aller Form von Gewalt im Sport und somit auch vom Verhalten unseres Spielers. Daher gibt es von unserer Seite auch keinerlei Toleranz gegenüber dem betreffenden Spieler. Dieser zählt ab sofort nicht mehr zum Kader unserer 2. Mannschaft, zu unserem Klub und wird auch nie mehr das Trikot der Neckarsulmer Sport-Union tragen. Wir können uns daher nur in aller Form beim Schiedsrichter und dem Gegner SG Bad Wimpfen entschuldigen. Dem Referee Herrn Kohler wünschen wir möglichst schnelle Genesung und werden uns sicher nochmals bei ihm melden."

*echo24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes

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