Eine Leiche geborgen

Nach Brand in philippinischem Einkaufszentrum viele vermisst

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Feuerwehrleute versuchen am 23.12.2017 in Davao (Philippinen) den Brand in einem Einkaufszentrum zu löschen. Foto: Manman Dejeto

Ein Einkaufszentrum auf den Philippinen wird am Samstag vor Weihnachten zu eine tödlichen Falle. Ein Brand zerstört das Gebäude.

Davao (dpa) - Nach einem Brand in einem Einkaufszentrum in Davao auf den Philippinen haben die Behörden einen Toten offiziell bestätigt. Es wird befürchtet, dass 36 weitere Menschen ums Leben gekommen sind. "Eine Leiche wurde geborgen", sagte Bürgermeisterin Sara Duterte am Sonntag vor der Presse. Das Opfer sei verbrannt.

Für die anderen Vermissten besteht kaum noch Hoffnung. "Wegen des dichten Rauchs und der Hitze ist die Einschätzung, dass niemand überleben kann", sagte die Bürgermeisterin. Auch die Feuerwehr habe Schwierigkeiten, in alle Bereiche des Einkaufszentrums vorzudringen.

Vize-Bürgermeister Paolo Duterte hatte am Sonntagmorgen schon gesagt, dass 37 Tote befürchtet werden. "Lasst uns für sie beten", schrieb er auf seiner Facebook-Seite. Die Feuerwehr habe ihm zuvor berichtet, dass es für die Vermissten keine Überlebenschance gebe.

Das Feuer war am Samstagmorgen in der NCCC Mall of Davao ausgebrochen, zahlreiche Menschen wurden von den Flammen eingeschlossen. Der Brand war kurz nach Öffnung des Einkaufszentrums in einer Möbelabteilung im dritten Stock des Gebäudes ausgebrochen und hatte sich rasch ausgebreitet. Der Brand ist mittlerweile unter Kontrolle, aber noch nicht vollständig gelöscht. Über die Brandursache gab es der Polizei zufolge auch am Sonntag noch keine Informationen. Bei den meisten Vermissten handelt es sich um Mitarbeiter einer Outsourcing-Firma.

Davao ist die Heimatstadt von Staatschef Rodrigo Duterte. Er war dort viele Jahre Bürgermeister, seine Tochter hat nun dieses Amt inne, sein Sohn ist der Vize-Bürgermeister. Präsident Duterte besuchte die Familien der Opfer am Samstagabend und sicherte ihnen die Unterstützung der Regierung zu, wie der Präsidentenpalast mitteilte.

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