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Metro: Ermittlungen wegen möglicher Marktmanipulation

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Bereits am vergangenen Freitag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Räume des Handelskonzerns Metro durchsucht. Foto: Rolf Vennenbernd

Düsseldorf (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt wegen des Verdachts der Marktmanipulation und des Insiderhandels gegen leitende Mitarbeiter und Verantwortliche der ehemaligen Metro.

Das bestätigte ein Sprecher der Strafverfolgungsbehörde. Bereits am vergangenen Freitag hatten Polizei und Staatsanwaltschaft die Räume des Handelskonzerns durchsucht. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

Gegen fünf Metro-Mitarbeiter wird laut Staatsanwaltschaft wegen des Vorwurfs der Marktmanipulation ermittelt. Es bestünden Anhaltspunkte dafür, dass das Unternehmen mit der Bekanntgabe seiner Aufspaltungspläne im März 2016 zu lange gezögert habe.

Außerdem geht die Strafverfolgungsbehörde hinweisen nach, dass zwei Personen aus dem Unternehmen und ein von einem Metro-Mitarbeiter informierter Außenstehender Insidergeschäfte getätigt haben könnten, um von dem vorhersehbaren Kurssprung der Aktie nach Bekanntgabe der Aufspaltungspläne zu profitieren. Ausgelöst worden waren die Ermittlungen durch eine Anzeige der Finanzaufsicht BaFin.

Namen der Verdächtigen nannte die Staatsanwaltschaft nicht. Doch richten sich die Vorwürfe des Insiderhandels nach Informationen des "Spiegel" unter anderem gegen Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Steinemann und ein Vorstandsmitglied.

Ein Metro-Sprecher wies die Anschuldigungen jedoch zurück: "Zu dem Zeitpunkt, zu dem Herr Steinemann und ein Vorstandsmitglied Aktien erworben haben, lag keine Insider-Information vor." Auch der Konzern habe nicht gegen das Wertpapierhandelsgesetz verstoßen. Die Metro habe die Nachricht von der beabsichtigen Aufspaltung pünktlich und unter Beachtung aller einschlägigen Vorschriften kommuniziert.

Die frühere Metro Group hatte sich im Sommer in zwei unabhängige Unternehmen aufgespalten. Der Lebensmittelhandel trägt weiterhin den Namen Metro; die Unterhaltungselektronik ist in einer eigenen Gesellschaft namens Ceconomy aufgegangen.

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