Ehrung für politische Arbeit

Merkel erhält Preis des Franziskanerordens - und wirbt in Assisi für den Frieden

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Pater Mauro Gambetti begrüßt die Bundeskanzlerin und ihren Ehemann Joachim Sauer. Merkel bekommt von den Franziskaner-Mönchen in Assisi das Friedenslicht des Ordens. Foto: Alessandra Tarantino/AP

Die Franziskaner zeichnen Merkel für ihren Einsatz in Deutschland und Europa für das friedliche Zusammenleben der Völker aus.

Assisi - Im Angesicht der weltweiten Sorgen vor einem Krieg im Nahen Osten hat Bundeskanzlerin Angela Merkel das Friedenslicht der Franziskaner-Mönche in Assisi bekommen. Die CDU-Politikerin rief in ihrer Ansprache in der Basilika San Francesco zu Anstrengungen für den Frieden auf.

"Der Weg zu Frieden und Versöhnung ist zumeist nur mit großer Anstrengung und mit viel Ausdauer begehbar", sagte sie. "Ganz selten liegt er wirklich schon hell erleuchtet vor uns", betonte die Kanzlerin. "Wäre das so, dann würden die Menschen vielleicht nicht permanent von diesem Weg abkommen." Merkel beklagte, dass durch die Aufkündigung des Nuklearabkommens mit dem Iran durch die USA die Situation im Nahen Osten "noch angespannter" geworden sei.

Die Bundeskanzlerin erhält die "Lampe des Friedens"

Merkel übernimmt das Friedenslicht vom kolumbianischen Präsidenten und Friedensnobelpreisträger Juan Manuel Santos, der 2016 die Auszeichnung erhielt. Die Franziskaner zeichnen die Kanzlerin für ihren Einsatz in Deutschland und Europa für das friedliche Zusammenleben der Völker aus. An der Feierstunde in Assisi nahm auch der kolumbianische Präsident Juan Manuel Santos teil, der die Friedenslampe im Dezember 2016 für die Aussöhnung mit der Farc-Guerilla bekommen hatte. Weitere Gäste waren der italienische Regierungschef Paolo Gentiloni und die deutsche Botschafterin im Vatikan, Annette Schavan. Zu den vorherigen Preisträgern gehören der ehemalige polnische Präsident Lech Walesa, der Dalai Lama, der frühere israelische Staatschef Schimon Peres und Papst Franziskus.

dpa

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