Zweitreichste Frau der Welt

Bescheidene Milliardärin: Die Exfrau von Jeff Bezos hat einen Chemielehrer geheiratet

MacKenzie Scott, die Ex-Frau von Amazon-Gründer Jeff Bezos, ist durch ihre Scheidung unermesslich reich geworden. Nun hat sie erneut ihr Eheglück gefunden.

Update vom 9. März: Nach 26 Jahren Ehe hat sich MacKenzie Scott 2019 von Amazon-Gründer Jeff Bezos scheiden lassen. Weil ihr ein Teil des gigantischen Vermögens ihres Ex-Mannes zustand, wurde sie schlagartig zu einer der reichsten Frauen der Welt. Doch statt ihre neue Unabhängigkeit selbst auszukosten, verkündete MacKenzie Scott, dass sie ihren unermesslichen Reichtum so schnell wie möglich spenden will. Nun hat MacKenzie Scott erneut geheiratet: einen Lehrer für Naturwissenschaften, wie das Finzanzportal Bloomberg berichtet.

Dan Jewett scheint eine ebenso wohltätige Ader zu haben wie MacKenzie Scott selbst - und erklärte kurz nach der Hochzeit, dass er vorhabe, einen Großteil des Vermögens spenden zu wollen. „Durch einen glücklichen Zufall bin ich mit einem der großzügigsten und gütigsten Menschen verheiratet, den ich kenne und schließe mich ihrem Vorhaben an, ihren enormen finanziellen Reichtum zum Wohle anderer einzusetzen“, schrieb Dan Jewett auf der Webseite des „Giving Pledge“ - ein Zusammenschluss von Milliardären, darunter Bill Gates und Warren Buffet, die einen großen Teil ihres Vermögens spenden wollen. MackKenze Scott hat sich nach ihrer Scheidung von Jeff Bezos der Initiative angeschlossen. Laut Bloomberg Billionaires Index ist die 50-Jährige mit einem Nettowert von 53,5 Milliarden US-Dollar der 22. reichste Mensch der Welt.

Jeff Bezos gratulierte seiner Ex-Frau öffentlich zum Eheglück. „Dan ist so ein toller Kerl und ich freue mich für die beiden“, ließ der Amazon-Gründer durch einen Sprecher ausrichten.

4,2 Milliarden Euro: Ex-Frau von Jeff Bezos verschenkt im Jahr 2020 ein Vermögen

Erstmeldung vom 16. Dezember 2020: Washington - Laut mehrerer Ranglisten gilt Jeff Bezos als reichster Mann der Welt. Auf 185 Milliarden Dollar wird das sich stetig vermehrende Vermögen des Amazon-Gründers* derzeit geschätzt - nach der Scheidung 2019 gingen vier Prozent der Amazon-Aktien sowie ein nicht unwesentlicher Teil an seine jetzige Ex-Frau MacKenzie Scott, die damals bereits angekündigt hatte, die Hälfte davon spenden* zu wollen.

Mit einem geschätzten Vermögen von aktuell 60,1 Milliarden Dollar (etwa 49,3 Milliarden Euro) gehört MacKenzie Scott laut US-Nachrichtenagentur Bloomberg zu den 20 reichsten Menschen der Erde - 2020 konnte sie sich zwischenzeitlich sogar als die reichste Frau der Welt betiteln lassen. Ihr Geld gibt die US-Amerikanerin derzeit jedoch in einem beispiellosen Tempo aus. Besser gesagt: Sie verschenkt es.

Nach der Scheidung erhielt die Ex-Frau von Jeff Bezos einen beträchtlichen Teil von dessen Vermögen - und vier Prozent der Amazon-Aktien.

Auch Jeff Bezos zeigte sich dieses Jahr bereits spendabel und kündigte eine Giga-Spende für den Kampf gegen den Klimawandel an. Seine Ex-Frau zeigt sich jedoch nicht weniger großzügig. Satte 4,2 Milliarden Dollar (etwa 3,4 Milliarden Euro) wanderten allein in den vergangen vier Monaten von MacKenzie Scotts Konto auf die von insgesamt 384 gemeinnützige Organisationen in allen 50 US-Bundesstaaten.

Über ihr wohltätiges Engagement informierte sie die Öffentlichkeit in einem Blogeintrag und teilte mit, dass es sich dabei wohl nicht um ihre letzten Spenden handeln würde. „Ich bin immer noch weit davon entfernt, mein Versprechen einzulösen“, schreibt MacKenzie Scott in der Erklärung und verweist damit mutmaßlich auf ihre Mitwirkung bei der Initiative „The Giving Pledge“, der sie sich seit 2019 verschrieben hat.

Dabei handelt es sich um eine von Bill Gates sowie Warren Buffett organisierte Kampagne, deren superreiche Unterstützer sich dazu verpflichten, mindestens die Hälfte ihres Vermögens für wohltätige Zwecke auszugeben. Damit ihre Spenden auch den geeigneten Adressaten finden, gingen MacKenzie Scott und ihre Berater bei der Auswahl extrem penibel vor und führten umfangreiche Analysen durch.

6.490 potenzielle Profiteure der Spenden standen laut MacKenzie Scotts Blogeintrag zu Beginn der Datenerhebung zur Auswahl - dabei handelte es sich etwa um Menschenrechtsorganisationen oder Unternehmen, die Essensausgaben ermöglichen. Nur 822 davon schafften es überhaupt in die nächste Runde, was bedeutet, dass sie von der aktuell zweitreichsten Frau der Welt und ihrem Team genauer unter die Lupe genommen wurden.

MacKenzie Scott nutzt Amazon-Reichtum, um Armen in der Pandemie zu helfen

Ihr Engagement begründet MacKenzie Scott unter anderem auch mit den Auswirkungen der globalen Verbreitung des Coronavirus. „Für Amerikaner, die bereits vorher Probleme hatten, kam diese Pandemie einer Abrissbirne in ihrem Leben gleich“, erklärt die Milliardärin. „Wirtschaftliche Verluste und gesundheitliche Folgen waren für Frauen, Farbige und in Armut lebende Menschen gleichermaßen schlechter.“

Eine weitere Auswirkung der Corona-Krise spricht MacKenzie Scott in diesem Zusammenhang ebenfalls an. Denn: Im Gegensatz zu den vorher schon Armen haben viele Reiche von der Pandemie sogar profitiert. „Inzwischen hat es den Wohlstand der Milliardäre erheblich erhöht“, so die Ex-Frau von Jeff Bezos, die selbst eine dieser Profiteure ist. Laut Bloomberg ist ihr Vermögen allein in diesem Jahr um 23,6 Milliarden US-Dollar gestiegen. Hauptquelle dieses Reichtums dürfte der Ertrag aus ihren Firmenanteilen bei Amazon sein.

Bei der Auswahl der von den Spenden profitierenden Organisationen legte das Beraterteam daher ein „besonderes Augenmerk auf diejenigen, die in Gemeinden tätig sind, in denen eine hohe Ernährungsunsicherheit, ein hohes Maß an Rassenungleichheit, hohe lokale Armutsraten und ein geringer Zugang zu philanthropischem Kapital zu verzeichnen sind“, schreibt MacKenzie Scott in ihrem Blogeintrag. *Merkur.de ist Teil des Ippen-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © dpa/Jörg Carstensen

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