Es kann kein Unfall gewesen sein

Kleinkind erleidet Schädelbruch - der Vater (19) wird freigesprochen

Bei einem Prozess in Wiesbaden wird einem Vater vorgeworfen, seinem Kind aufgrund eines Schlages den Schädel gebrochen zu haben. Doch der 19-Jährige streitet die Tat ab.

Wiesbaden - In einem Prozess um die Misshandlung eines kleinen Mädchens ist der 19 Jahre alte Vater vom Landgericht Wiesbaden freigesprochen worden. Der Mann hatte bestritten, seiner Tochter Gewalt angetan zu haben. Die gefährliche Körperverletzung könne ihm nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden, urteilte das Gericht am Donnerstag.

Laut Anklage soll er das neun Monate alte Kind im August 2016 so heftig geschlagen haben, dass es einen Schädelbruch erlitt. Der junge Mann war zum Zeitpunkt der Tat bei der heute 17 Jahre alten Mutter zu Besuch. Mitten in der Nacht entdeckte die Frau gemeinsam mit der Oma des Kindes eine große Beule am Kopf. Wie sich später herausstellte, war der Schädel gebrochen.

Dies könne nicht durch einen einfachen Sturz geschehen sein, sagte eine Gutachterin vor Gericht. Das Kind hat nach ersten Einschätzungen keine bleibenden Schäden davongetragen. Es lebt inzwischen mit seiner Mutter in einer betreuten Einrichtung. Das Elternpaar ist nicht mehr zusammen.

Zeugen berichteten, dass der Angeklagte schon mal laut werden konnte und seiner damaligen Freundin einmal eine Ohrfeige gegeben habe. Mit seiner Tochter habe er wenig anfangen können. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

dpa

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