Bluttat nach Ehestreit

Nach Bluttat in Kirchheim: Suizid in U-Haft - Verdächtiger Messer-Mörder ist tot

Bluttat in Kirchheim: 31-jähriger Benjamin M. aus Oberaula stand unter Mordverdacht. Nun hat er sich das Leben genommen.

  • Grausame Bluttat in Kirchheim nach einem Ehestreit 
  • Ein 31-Jähriger hat seinen Schwager getötet und sich in einem Mietshaus verschanzt.
  • Liebhaber der Ehefrau des Täters ist über das Dach geflüchtet.
  • Mutmaßlicher Täter saß in Untersuchungshaft.
  • Verdächtiger Mörder hat sich das Leben genommen.

Update, 16.01.2020, 18.00 Uhr:  Der mutmaßliche Messer-Mörder von Kirchheim ist tot. Der 31-jährige Mann aus Oberaula, der am 07.01.2020 nach einem Streit den Bruder seiner Ehefrau mit einem Messer getötet haben soll, ist nach einem Suizidversuch in Untersuchungshaft im Krankenhaus gestorben. Entsprechende Hinweise unserer Zeitung bestätigte ein Polizeisprecher in Fulda.

Mutmaßlicher Messer-Mörder nach Reanimation verstorben

Der Mann konnte nach dem Suizidversuch zwar reanimiert werden, verstarb aber danach im Krankenhaus. Nähere Angaben wollte die Polizei in Fulda zunächst nicht machen und verwies auf die Zuständigkeit der Staatsanwaltschaft, die am Donnerstagabend nicht mehr für eine Stellungnahme zu erreichen war.

Hintergrund der Bluttat von Kirchheim war ein eskalierter Familienstreit.

Update, 10.01.2020, 10.10 Uhr: Nach dem tödlichen Messerangriff in Kirchheim sitzt der verdächtige 31-Jährige nun in Untersuchungshaft. Am Donnerstag wurde er dem Ermittlungsrichter am Bad Hersfelder Amtsgericht vorgeführt. Der Richter hat einen Haftbefehl wegen Mordes erlassen. 

Bluttat nach Ehestreit in Kirchheim: Vorläufiger Obduktionsbericht liegt vor

Währenddessen liegt ein vorläufiger Obduktionsbericht vor, der besagt, dass das 35-jährige Opfer mit einem Messer im Halsbereich tödlich verletzt wurde. Weitere Ermittlungen im Kreis Hersfeld dauern an. 

Update, 09.01.2020, 20.45 Uhr: M. wird beschuldigt, am Dienstagabend in Kirchheim seinen 35 Jahre alten Schwager Andreas W. im Streit mit einem Messer tödlich verletzt zu haben.

Kirchheim in Hessen: Vorwurf des Mordes aus niedrigen Beweggründen

Den Vorwurf des Mordes begründete Staatsanwalt Harry Wilke, Pressesprecher der Fuldaer Anklagebehörde, mit dem Merkmal „niedriger Beweggründe“, die das Eifersuchtsdrama in einem Fachwerkhaus in der Kirchheimer Hauptstraße ausgelöst haben sollen.

Vorwurf des Mordes in Kirchheim: M. schrie: "Der Metzger ist hier! Ich stech' Euch alle ab"

Wie berichtet war Benjamin M. seiner acht Jahre älteren Ehefrau, die sich nach einer angeblichen Vergewaltigung zu ihrem Liebhaber geflüchtet war, nach Kirchheim gefolgt. Dort versuchte er, sich kurz nach 21 Uhr Zugang zur Wohnung zu verschaffen, und er schrie: „Der Metzger ist hier! Ich stech’ Euch alle ab!“

Kirchheim in Hessen: M. schnitt seinem Schwager die Kehle durch

Als ihm der Bruder seiner Frau entgegentrat und ihn beruhigen wollte, schnitt ihm der mit einem Messer bewaffnete M. die Kehle bis auf die Wirbelsäule durch und fügte ihm eine weitere schwere Schnittverletzung im Gesicht zu. Gestorben ist Andreas W., wie die Obduktion ergab, durch die Verletzung am Hals.

Bluttat in Hessen: M. behauptet "reflexartig" gehandelt zu haben

Gegenüber der Polizei soll M. erklärt haben, er habe in Kirchheim im Kreis Hersfeld „reflexhaft“ zugestochen und auf die Pulsadern des Schwagers gezielt. Unmittelbare Tatzeugen gibt es wohl nicht.

Entgegen anderslautender Gerüchte wurde die Tatwaffe bisher nicht gefunden, teilte Staatsanwalt Wilke mit.

M. randalierte nach der Tat im Haus in Kirchheim und legte Feuer

Im Anschluss an die Tat randalierte M. im ganzen Haus, warf Mobiliar und Hausrat auf die Straße und legte in einem Zimmer Feuer. Erst gegen 0.30 Uhr gab er auf und konnte festgenommen werden. Seine Frau und der mutmaßliche Liebhaber hatten sich schon zuvor in Sicherheit bringen können.

Benjamin M. wurde gestern durch die Tiefgarage ins Gericht gefahren und der Haftrichterin voll gefesselt vorgeführt. Rechtsanwaltlich vertreten wird er von Alexander Knapp aus Schwalmstadt.

Update, 08.01.2020, 15.46 Uhr: Die Ermittlungen zum SEK-Einsatz am Dienstagabend in Kirchheim laufen auf Hochtouren, am Mittwochmorgen war die Spurensicherung am Tatort. Die Staatsanwaltschaft Fulda hat jetzt auch weitere Infos zum Hintergrund der Tat herausgegeben.

Ein 35 Jahre alter Mann ist in der Nacht zum Mittwoch in Kirchheim bei einem Streit durch Stiche oder Schnitte mit einem Messer tödlich verletzt worden. Tatverdächtig ist Benjamin M., der 31-jährige Schwager des Opfers aus Oberaula im Schwalm-Eder-Kreis.

Kirchheimer Täter soll vermutlich am Donnerstag der Haftrichterin vorgeführt werden

Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen und wird spätestens am Donnerstag der Haftrichterin am Amtsgericht Bad Hersfeld vorgeführt. Dies teilte Harry Wilke, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft in Fulda mit, die gemeinsam mit der Bad Hersfelder Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen hat. 

Familiendrama in Kirchheim: Täter sticht nach Ehestreit auf seinen Schwager ein

Nach ersten Erkenntnissen handelt es sich wohl um eine Beziehungstat. Vorausgegangen waren dramatische Stunden, als sich der 31-Jährige in einem Mehrfamilienhaus an der Hauptstraße verschanzt, dort randaliert und Feuer gelegt hatte. 

SEK im Einsatz in Kirchheim: Verhandlungsführer bewegte Benjamin M. zum Aufgeben

Erst einem Spezialeinsatzkommando der Polizei und dem Geschick eines Verhandlungsführers, der über Megaphon Kontakt zum Täter hielt, war es gegen 0.30 Uhr gelungen, Benjamin M. zur Aufgabe zu bewegen. 

Hat Benjamin M. zuvor seine Ehefrau vergewaltigt?

Er wurde leicht verletzt und befindet sich aktuell in Polizeigewahrsam. Begonnen hatte die Auseinandersetzung schon in einem Ortsteil von Oberaula. Dort soll M. seine acht Jahre ältere Ehefrau vergewaltigt haben. Diese sei daraufhin nach Kirchheim zu einem Bekannten – angeblich ihr Liebhaber – und ihrem Bruder geflüchtet. 

Benjamin M. ist seiner Frau nach Kirchheim gefolgt

Der Ehemann, der keinen Führerschein hat, habe sich daraufhin von einem Freund ebenfalls nach Kirchheim fahren lassen. Gegen 21 Uhr wurde die Feuerwehr zu dem Fachwerkhaus gerufen, um eine Person vom Dach zu retten. Es handelte sich um den 53-jährigen Bekannten, der sich über das Schlafzimmer aus einem Fenster dorthin geflüchtet hatte. 

Kirchheim: 39-Jährige schaffte es vor ihrem Ehemann aus dem Haus zu flüchten

Er wurde von der Wehr über eine Leiter gerettet. Auch der 39 Jahre alten Ehefrau gelang es später, sich vor ihrem wütenden Gatten in Sicherheit zu bringen. 

Tödliche Auseinandersetzung im Treppenhaus: Das Opfer wollte seinen Schwager beruhigen 

Im Treppenhaus soll Andreas W., Bruder der Frau, versucht haben, seinen Schwager aufzuhalten und zu beruhigen. Dort soll es dann zu der tödlichen Auseinandersetzung gekommen sein, angeblich auch durch einen Schnitt durch die Kehle von W. 

Genaue Todesursache noch unklar: Leichnam wird am Mittwochnachmittag obduziert

Neben dem Haus wurde ein Messer gefunden, ob es sich um die Tatwaffe handelt muss noch ermittelt werden.

Die genaue Todesursache wurde am Mittwochnachmittag bei der Obduktion des Leichnams in der Rechtsmedizin in Gießen ermittelt. Benjamin M. randalierte im Verlauf des Abends weiter. Er warf Mobiliar und andere Gegenstände aus den Fenstern auf die Straße und setzte schließlich ein Zimmer im Obergeschoss in Brand. 

Kirchheims Bürgermeister Manfred Koch ist schockiert von der Tat

Auch hier gelang es der Feuerwehr schnell, Schlimmeres zu verhindern. Manfred Koch, der Bürgermeister von Kirchheim, zeigte sich ob der Geschehnisse erschüttert: „Das sah auf der Straße aus wie im Bürgerkrieg“, sagte er unserer Zeitung. Koch oblag es, sich um die Unterbringung der verbliebenen Hausbewohner zu kümmern, da der Tatort von der Polizei beschlagnahmt wurde.

Update, 08.01.2020, 8.40: Am Dienstagabend wurde die Kirchheimer Feuerwehr gegen 21 Uhr zu einem nicht alltäglichen Einsatz in der Hauptstraße in Kirchheim alarmiert. Eigentlich sollte eine Person von einem Dach gerettet werden. An der Einsatzstelle stellte sich die Einsatzlage dann aber völlig anders dar. 

Randalierer wütet in Mietshaus: Feuerwehr rettet einen Bewohner vom Dach

Eine randalierende Person (31) war in ein Haus in der Hauptstraße eingedrungen und hatte mehrere Anwohner des Mehrfamilienhauses bedroht und eine männliche Person (35) dabei getötet. Ein Bewohner, der vor dem Täter geflüchtet war, befand sich auf dem Dach und musste von der Feuerwehr unter Polizeischutz mit einer Steckleiter gerettet werden. 

Ein weiterer Bewohner konnte selbst aus dem Haus flüchten - in einer ersten Info hieß es, zwei weitere Personen haben aus dem Haus flüchten können. 

Einsatz in Kirchheim: Täter wirft Gegenstände aus dem zweiten Stock

SEK-Einsatz in Kirchheim: Ein Randalierer ist in ein Mehrfamilienhaus eingedrungen, hat einen Mann getötet und sich im Haus verschanzt.

Der Täter, ließ sich in unregelmäßigen Abständen an einem Fenster in der zweiten Etage blicken und warf die Wohnungseinrichtung und Haushaltsgegenstände aus dem Fenster. Das Sondereinsatzkommando der Polizei und viele Streifenwagen waren zu diesem Zeitpunkt bereits an der Einsatzstelle.

Täter legte ein Feuer: Feuerwehr löschte unter Polizeischutz

Gegen 22 Uhr zündete der Täter dann den Raum an, in dem er sich verbarrikadiert hatte. Von der Kirchheimer Feuerwehr konnte der Zimmerbrand unter Polizeischutz jedoch sofort gelöscht werden. Ein Verhandlungsführer der Polizei nahm über Megaphon Kontakt mit dem Täter auf. 

Nach Verhandlungen: SEK nimmt den Täter gegen 0.30 Uhr fest

Um 0.30 Uhr konnte der Täter durch das SEK festgenommen werden. Er wurde leicht verletzt und vor Ort vom Rettungsdienst behandelt. Die vor dem Täter geflüchteten Bewohner des Hauses wurden von der Seelsorge vor Ort betreut. 

Tatort beschlagnahmt - Die Ermittlungen laufen

Der Tatort wurde von der Polizei beschlagnahmt und die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen. Wie der Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim an der Einsatzstelle mitteilte, wird sich die Gemeinde nun um eine Unterkunft für die Bewohner des Hauses bemühen.

SEK-Einsatz am späten Dienstagabend in Kirchheim

Erstmeldung, 07.01.2020, 22.40 Uhr:  Am späten Dienstagabend musste das SEK in Kirchheim ausrücken. Ein im Ort bekannter Mann ist vollkommen ausgerastest und hat in einem Mietshaus an der Hauptstraße randaliert. 

Menschen sind aus dem Haus geflohen - teils über das Dach

Drei Personen sind aus dem Gebäude geflohen - eine davon nach ersten Infomationen über das Dach.

SEK-Einsatz in Kirchheim: Eine Person offenbar schwer verletzt

Am Abend ist die Situation vor Ort noch unklar: Warum der Mann ausgerastet ist und ob es einen Streit als Auslöser gab, steht noch nicht fest. Allerdings ist nach ersten Informationen eine Person im Haus erheblich verletzt worden. 

Auch hier stehen die genauen Umstände noch nicht fest. Die Einsatzkräfte kommen nicht ins Haus und können der verletzten Person nicht helfen. Die Polizeibeamten verhandeln am späten Abend mit dem Mann.

Feuerwehr ebenfalls im Einsatz: Randalierer hat im zweiten Stock ein Feuer gelegt

Ausgerückt war das SEK weil sich der Randalierer in dem Haus verschanzt hat und Möbel und andere Gegenstände aus dem zweiten Stock auf die Straße geworfen hatte. Auf der Hauptstraße vor dem Haus sieht es aus wie ein Schlachtfeld.

Zudem hat er in der zweiten Etage ein Feuer gelegt. Deshalb ist auch die Feuerwehr vor Ort im Einsatz, die den Brand durch ein Fenster gelöscht hat. Die Beamten mussten die Feuerwehrleute vor dem Randalierer schützen. Insgesamt sind aktuell rund 100 Einsatzkräfte vor Ort. (dir/yk/ks)

Rubriklistenbild: © Christine Zacharias

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