Erfahrene Regierungschefin trifft Neukanzler

Merkel-Kritiker Kurz in Berlin: Kommen die Differenzen auf den Tisch?

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Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz steht seit Dezember an der Spitze einer Regierung von konservativer ÖVP und rechter FPÖ. Foto: Georg Hochmuth/APA

Eine enge Freundschaft zwischen Angela Merkel und Sebastian Kurz war es bisher nicht. Als Außenminister gehörte der Österreicher zu den Kritikern der deutschen Flüchtlingspolitik. Jetzt treffen sich beide erstmals auf Augenhöhe.

Berlin - Der neue österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz ist zu seinem Antrittsbesuch in Berlin begrüßt worden. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) empfing den 31-Jährigen am Mittwoch vor dem Kanzleramt mit militärischen Ehren. Bei dem anschließenden Gespräch dürften die Flüchtlingspolitik und die Zukunft der Europäischen Union im Mittelpunkt stehen. Österreich übernimmt im zweiten Halbjahr 2018 die EU-Präsidentschaft.

Kurz steht seit Dezember an der Spitze einer rechtskonservativen Regierung von ÖVP und FPÖ in Wien. Seine ersten Auslandsreisen führten ihn zur EU-Spitze nach Brüssel und zu Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron. Österreich fährt in der Asylfrage bisher einen deutlich härteren Kurs als Deutschland. Kurz hatte schon als Außenminister Merkels „Willkommenspolitik“ kritisiert.

Auch in Fragen der EU sind beide Regierungschefs nicht auf einer Linie. So will Kurz im Gegensatz zu Merkel die Macht Brüssels künftig beschränken. Auch mehr Geld für die EU lehnt Kurz ab.

Am Nachmittag trifft der österreichische Kanzler auch mit Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) zusammen. Am Donnerstagvormittag empfängt ihn Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

dpa

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