Deutlich mehr Männer

Hunderttausende in Frührente ohne Abschläge

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Senioren-Paar auf einer Bank an der Elbe in Geesthacht. Foto: Christian Charisius/Archiv

Wer mindestens 45 Versicherungsjahre hat, darf früher in Rente gehen. Ab 63 Jahren kann man abschlagsfrei die Arbeit niederlegen. In den ersten drei Jahren dieser Regelung haben sich 650 000 Menschen dafür entschieden.

Berlin (dpa) - In den ersten drei Jahren seit Beginn der Rente ab 63 sind insgesamt 650 000 Menschen abschlagsfrei vorzeitig in Rente gegangen.

Mit 400 000 Rentenzugängen der Männer lagen diese deutlich vor den Frauen mit 250 000 Zugängen, wie aus einer der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegende Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage des Grünen-Abgeordneten Markus Kurth hervorgeht. Die "Süddeutsche Zeitung" (Montag) berichtete zuerst darüber. 

Seit Juli 2014 kann man nach mindestens 45 Jahren Einzahlung in die Rentenkasse schon mit 63 Jahren abschlagsfrei in Rente gehen. Im ersten Jahr gab es laut der Regierungsantwort gut 151 000 Rentenzugänge in der Kategorie "Besonders langjährige Versicherte", 2015 waren es gut 274 000 und 2016 noch einmal mehr als 225 000. In diese Statistik fallen auch abschlagfreie Rentenzugänge nach früherem Recht; die Zahlen sind so nicht alleine, aber doch zum allergrößten Teil der Rente mit 63 zuzurechnen. 2017 gab es gut 253 500 Neuanträge für die abschlagsfreie Frührente. 

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