Nach Seehofer-Entscheid

Hoffnung auf ein Ende des Streits in der Flüchtlingspolitik

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Horst Seehofer will sich im Herbst auf dem CSU-Parteitag erneut zum Parteichef wählen lassen und 2018 auch für eine erneute Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident kandidieren. Foto: Sven Hoppe

Berlin (dpa) - Die Spitze der Unionsfraktion im Bundestag hofft nach der Entscheidung von Horst Seehofer, erneut als CSU-Chef und bayerischer Ministerpräsident anzutreten, auf ein Ende des offenen Streits über die Flüchtlingspolitik.

"Wir freuen uns auf einen geschlossenen und erfolgreichen Wahlkampf" mit Seehofer und CSU-Spitzenkandidat Joachim Herrmann, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der Unionsfraktion im Bundestag, Michael Grosse-Brömer (CDU). Der Streit über die Flüchtlingspolitik habe CDU und CSU nicht gut getan. Bei allen Unterschieden könne er in der CSU aber auch einen klaren gemeinsamen Willen erkennen, die Wahl zu gewinnen.

Auf Fragen nach CSU-Gedankenspielen, Herrmann solle nach der Bundestagswahl im September Bundesinnenminister werde, wollte Grosse-Brömer nicht eingehen. Zunächst müsse die Wahl gewonnen werden. Auch mit Blick auf die Ankündigung Seehofers, er werde nur dann einen Koalitionsvertrag unterschreiben, wenn eine Obergrenze für Flüchtlinge festgeschrieben werde, sagte der CDU-Politiker, der CSU-Chef habe sich immer als pragmatischer Politiker erwiesen.

Horst Seehofer will sich im Herbst auf dem CSU-Parteitag erneut zum Parteichef wählen lassen und 2018 auch für eine erneute Amtszeit als bayerischer Ministerpräsident kandidieren. Eigentlich hatte der 67-Jährige sein Karriereende für 2018 angekündigt.

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