Doch es gibt ein Problem

Heiße Spur zu Maddie: Ermittlungen vor dem Durchbruch?

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Madeleine McCann kurz vor ihrem vierten Geburtstag.

Im Fall der vermissten „Maddie“ McCann hat die Polizei eine neue, vielversprechende Spur. Doch ausgerechnet jetzt drohen die Ermittlungen offenbar zu scheitern.

Praia da Luz - Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt der Fall des vermissten britischen Mädchens Madeleine McCann die Polizei und bewegt Menschen auf der ganzen Welt. Kurz vor ihrem vierten Geburtstag war Maddie am 3. Mai 2007 aus der Ferienwohnung der Eltern im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Nachdem die portugiesische Polizei die Ermittlungen nach 15 Monaten erfolglos einstellte, rollte im Jahr 2011 ein Spezial-Team von Scotland Yard den Fall erneut auf. Die Beamten gingen noch einmal jedem Hinweis nach. Und nun, fast zehn Jahre nach Maddies Verschwinden, sind sie offenbar tatsächlich auf einer heißen Spur. Bereits im April war die Rede von „bedeutenden Hinweisen“. 

Die Polizei verspricht sich die Antwort auf alle Fragen. "Wir haben eine beträchtliche Untersuchungsreihe, die es wert ist, verfolgt zu werden“, sagte der stellvertretende Leiter für Sonderermittlungen Mark Rowley jetzt gegenüber Sky News. Spekuliert wird, dass es um die Jagd auf einen Verdächtigen oder die Suche nach einem wichtigen Zeugen geht. Doch bestätigt hat die Polizei das nicht. Einzelheiten wollen die Ermittler nicht veröffentlichen, vielleicht ein Hinweis darauf, dass sie tatsächlich kurz vor einem Durchbruch stehen. 

Wird ausgerechnet jetzt der Geldhahn zugedreht?

Doch ausgerechnet jetzt drohen die Untersuchungen zu scheitern, die Beamten brauchen mehr Zeit und mehr Geld. Anfang des Jahres wurden ein letztes Mal 85.000 Pfund (ca. 100.000 Euro) für „Operation Grange“ genehmigt. Doch diese Mittel reichen nur noch bis Ende September. „Wir werden mehr Geld beantragen. Wir müssen die bisherige Arbeit abschließen, es ist kompliziert, aber es lohnt sich“, zitiert Sky News eine Quelle.  

Maddies Eltern schöpfen aus den neuesten Entwicklungen Hoffnung. Ein Sprecher der Familie McCann sagte Sky News: „Dass die Polizei noch mehr Geld braucht und es noch Arbeit gibt, ist sehr ermutigend.“

va

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