Von Grainau zum Gardasee

Bei Mountainbike-Tour zum Gardasee: Streit um Pinkelpausen läuft komplett aus dem Ruder

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Über zu viele Pausen beschwerten sich drei Mountainbiker bei einer gebuchten Tour. Der Streit endete vor Gericht. (Symbolbild)

Es gab Streit über zu viele Pinkelpausen. Drei Männer enden nach einer gebuchten Mountainbike-Tour von Grainau zum Gardasee vor dem Richter.

  • Drei Männer buchten eine Radtour bis zum Gardasee.
  • Sie ärgerten sich über zu viele Pinkelpausen.
  • Der Streit endete vor Gericht.

München/Nürnberg - Ein Mountainbiker aus Nürnberg und zwei seiner Begleiter hatten vor dem Amtsgericht München geklagt. Sie hatten bei einem Reiseveranstalter eine „Transalp Mountain Rad Tour“ gebucht. Über Grainau bei Garmisch ging es bis zum Gardasee - 1258 Euro sollte die Tour kosten.

Dagegen hatten die Mountainbiker geklagt, denn: Ausgeschrieben war eine sportliche Radtour abseits der Pisten. Die Tour sollte sich für Fortgeschrittene mit sehr guter Kondition eignen. Die Teilnehmer bemängelten jedoch, dass statt der versprochenen 400 Kilometer nur 364 Kilometer gefahren wurden - 100 davon auf Asphalt.

Streit um Radtour endet vor Gericht: Zu viele Pinkelpausen?

Außerdem gab es nach Ansicht der Männer zu viele Pinkelpausen auf der Tour. Zusätzlich sei der Führer der Radreise in zu schlechter Kondition gewesen und habe außerdem Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger angepöbelt.

Einer der Männer wollte von dem Veranstalter aus dem Landkreis München eine komplette Rückzahlung des Preises, die anderen beiden Männer verlangten eine Rückerstattung von 40 Prozent.

Radtour: Amtsgericht fällt Entscheidung im Pinkelpausen-Streit

Das hat das Amtsgericht München jetzt zurückgewiesen. Begründet wurde dies damit, dass in den Reiseunterlagen keine bestimmte Strecke zugesichert worden war. Aus der Reisebeschreibung gehe zudem nicht hervor, „dass die Reise als ein sportliches (Hochleistungs-)Programm angeboten wurde, um den Teilnehmer einen bestimmten Trainingserfolg zu versprechen“, heißt es in dem bereits Ende Oktober verkündeten Urteil, das ein Justizsprecher am Freitag mitteilte.

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Wartezeiten gehörten bei dieser Art von Reise demnach zum üblichen Ablauf. Auch die Unhöflichkeit des Guides gegenüber anderen Teilnehmern stelle keinen Fehler der Reise dar. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Bei einer Busreise entbrannte ein Streit zwischen Fahrgästen und Busfahrern um die Anzahl der Pinkelpausen - und eskalierte völlig. Die Polizei musste anrücken. (Merkur.de*) Alle Nachrichten rund um den Freistaat Bayern finden Sie auf unserer Themenseite.

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