Meteorologe warnt

Der Frühsommer bleibt - doch hier drohen heftige Gewitter

+
In den rot markierten Bereichen kann es am Dienstag zu heftigen Gewittern kommen. Ein negativer „Lifted Index“ verheißt meist nichts Gutes.

So wie es sein sollte, kam der Frühling wie ein Paukenschlag nach Deutschland. Ein Wetter-Experte erklärt, wo nun heftige Gewitter drohen und was die nächsten Tage bringen.

Wiesbaden - Mehr Frühling ging nicht. Wunderbares Frühlingswetter bescherte Deutschland am Wochenende warme Temperaturen von bis zu 27 Grad. Gefühlt ganz Deutschland ging vor die Tür um die ersten richtig warmen Sonnenstrahlen des Jahres zu genießen. Vor den Eisdielen bildeten sich lange Schlangen und vielerorts wurde „angegrillt“. Endlich! Wetter-Experte Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net verrät, welche Wetterlagen Deutschland in den nächsten Tagen erwartet und warnt vor teils heftigen Gewittern. Bereits für den Dienstagnachmittag könne es, einmal quer über Deutschland, zu Starkregen und einzelnen Gewitterböen kommen.

Negativer „Lifted Index“ verheißt nichts Gutes.

Je labiler die Schichten in der Atmosphäre, desto höher ist das Risiko für eine Gewitterfront. Aus diesem Grund: „Ein Maß für die Gewitterwahrscheinlichkeit ist der Lifted Index. Das sind die Zahlen auf der nachfolgenden Karte. Rutscht dieser auf Null oder ins Negative, sind Gewitter wahrscheinlich. Je weiter dieser Wert ins Negative rutscht, umso heftiger können die Gewitter werden, wenn sie sich denn bilden,“ so der Wetterexperte. Ein Schwerpunkt ist am Dienstag rund um Niedersachsen zu finden, wo der Index auf minus 5 sinkt, sowie im südlichen Baden-Württemberg (minus 3) und Bayern (minus 2). Dementsprechend ist in diesen Regionen mit Gewitterfronten zu rechnen.

Frühsommer bleibt - So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Für alle Sonnenanbeter und Outdoor-Freunde gibt es gute Nachrichten: Der Frühsommer fühlt sich vorerst in Deutschland wohl und auch in den kommenden Tagen müssen die Frühjahrs-Klamotten nicht in den Kleiderschrank zurück. Laut Dominik Jung sei ein, für den April typischer, Kaltlufteinbruch derzeit nicht in Sicht. Mit markanten Abkühlungen und Schneefälle sei demnach in absehbarer Zeit erstmal nicht zur rechnen. Dennoch ist das Risiko eines verspäteten Kälteeinbruch bis zu den „Eisheiligen“ (bis 15. Mai) nicht ausgeschlossen. „Für die Natur ist diese Wetterlage recht kritisch, denn jetzt blüht alles in vollen Zügen los. Sollte es dann überraschenderweise erst Ende April oder gar Anfang/Mitte Mai noch mal zu Spätfrösten kommen, kann das schwerwiegende Folgen haben, besonders in der Landwirtschaft“ erklärt Meteorologe Jung.

Dienstag: 15 bis 26 Grad, dabei ist es im Osten am wärmsten, nach Südwesten ist wechselhaft. Nach Nordosten zunächst sonnig, später bilden sich dazwischen kräftige Schauer und Gewitter. 
Mittwoch: 12 bis 23 Grad, entlang der See am kühlsten, im Tagesverlauf gibt es einzelne Schauer und Gewitter. 
Donnerstag: 15 bis 26 Grad, in Brandenburg am wärmsten, später gibt es wieder überall Schauer und Gewitter. 
Freitag: Von der Nordsee bis nach Thüringen bildet sich an einer Luftmassengrenze starker Niederschlag aus, dort werden nur 8 bis 12 Grad erreicht, sonst scheint bei 15 bis 23 Grad zeitweise die Sonne Samstag: 17 bis 25 Grad, mal Sonne, mal Wolken, meist trocken. 

Sonntag: 18 bis 26 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, am Alpenrand Regen, sonst trocken.

Lesen Sie auch: Diese Folgen bringt der Sahara-Staub aus Afrika mit sich.

mgo

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.