Vor den Augen ihrer Nachbarn

Umstürzender Baum tötet Frau, als sie gerade im eigenen Garten sitzt

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Ein Gewitter in Mönchengladbach ließ diesen Baum umstürzen, der einen Fahrradfahrer schwer verletzte. 

In Dortmund ist eine 51-Jährige Frau bei einem Unwetter um Leben gekommen. Die Umstände sind besonders dramatisch.

Dortmund - Tödliches Drama am Mittwoch in Dortmund: Dort hat ein Unwetter über dem Ruhrgebiet zum Tod einer 51 Jahre alten Frau in Dortmund geführt. 

Die 51-Jährige saß gerade im Garten mit den Nachbarn, als ein riesiger Baum plötzlich umkrachte. Er erwischte die Frau. Die Nachbarn mussten das Drama mit ansehen. Sofort wurde der Rettungsdienst alarmiert, doch jede Hilfe kam zu spät. Die Verletzte sei an den lebensgefährlichen Verletzungen gestorben, die ihr am Mittwochabend ein umstürzender Baum im Stadtteil Scharnhorst zugefügt habe, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. 

Im Garten wurde die Frau von dem Baum erschlagen. 

Demnach kam die von dem umgestürzten Baum eingeklemmte Frau zunächst noch ins Krankenhaus, starb dort aber. Die Polizei geht davon aus, dass der Baum durch das Unwetter mit Gewitter, Wind und Regen umfiel und die Frau unter sich begrub.
Die Gewitterlage führte zu einer Reihe von Rettungseinsätzen im Ruhrgebiet und Rheinland. Dabei mussten zahlreiche Keller ausgepumpt und wiederholt Straßen von abgeknickten Ästen und umgestürzten Bäumen befreit werden.

Heftige Gewitter treffen Westen und Süden Deutschlands

Erst die Hitze, dann das Donnerwetter: Über dem Westen und Süden Deutschlands haben bis in den Mittwochabend hinein heftige Gewitter getobt. Allein in Köln rückte die Feuerwehr zu rund 550 Einsätzen aus. Straßen waren überflutet, Keller standen unter Wasser, im Flug- und Bahnverkehr kam es zu Verspätungen. In Baden-Württemberg wurde ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern wegen eines starken Gewitters abgebrochen. Auch über Hessen fegten Gewitter hinweg.

In Köln stünden viele Unterführungen und Straßenzüge unter Wasser, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Zahlreiche Autos blieben liegen. In einer Tiefgarage stand das Wasser 1,50 Meter hoch. Die Kölner Feuerwehr hatte rund 350 Kräfte im Einsatz. Im Hauptbahnhof lief Wasser in Teile der Bahnhofshalle. Am Abend beruhigte sich die Lage wieder.

Am Flughafen Köln/Bonn wurde der Flugbetrieb für 90 Minuten unterbrochen. Insgesamt 15 Flüge starteten verspätet, bei 14 Flügen verzögerte sich die Landung. Ein Flug nach München wurde gestrichen. Auf der Bahnstrecke von Bonn in Richtung Koblenz stürzte ein Baum auf die Oberleitung. Die Folge waren Zugausfälle und Verspätungen.

Die Düsseldorfer Rheinkirmes, die zu den vier größten Volksfesten in Deutschland zählt, wurde nach einer Unwetterwarnung für etwa zwei Stunden unterbrochen. Gegen 17.45 Uhr wurde das Kirmesgelände wieder geöffnet.

In Dortmund musste die Feuerwehr zu etlichen vollgelaufenen Kellern und umgestürzten Bäumen ausrücken. Eine 51 Jahre alte Frau kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, weil ein Baum auf sie gestürzt war. In Mönchengladbach wurde ein Radfahrer von einem Baum schwer verletzt, der beim Sturm abgebrochen war.

In Baden-Württemberg fand ein Musikfestival mit Tausenden Besuchern am Mittwochabend ein vorzeitiges Ende. Wind und Regen waren so heftig, dass etwa 3200 Festivalgäste die Karlsbastion auf dem Hohentwiel nahe Singen verlassen mussten. „Danach war hier auch gleich Feierabend. Die Leute konnten nach Hause gehen“, sagte ein Sprecher der Polizei. Verletzte oder Schäden habe es nicht gegeben.

Auch über Teile Hessens fegten am späten Mittwochnachmittag Gewitter hinweg. In Mittelhessen stürzten Bäume auf Fahrbahnen. Auf der Autobahn 45 habe das Wasser teilweise bis zu zehn Zentimeter hoch gestanden, sagte ein Polizeisprecher am Abend in Gießen.

dpa/afp/mk

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