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Flugzeug im Iran abgestürzt - Fluglinie korrigiert Angaben zu Todesopfern

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Eine Google Earth-Satellitenaufnahme zeigt den Iran zwischen den Städten Teheran im Norden und Semirom im Süden. Bei einem Flugzeugabsturz im Landesinnern des Iran sind am Sonntag alle 66 Menschen an Bord ums Leben gekommen.

Wieder ein Flugzeugabsturz im Iran: Die iranische Fluggesellschaft Aseman hat ihre Aussage zurückgezogen, wonach bei dem Absturz einer ihrer Maschinen am Sonntag alle 66 Menschen an Bord ums Leben kamen. "Wir können nicht exakt und endgültig den Tod aller Passagiere bestätigen."

Update 12.46 Uhr: Die iranische Fluggesellschaft Aseman hat ihre Aussage zurückgezogen, wonach bei dem Absturz einer ihrer Maschinen am Sonntag alle 66 Menschen an Bord ums Leben kamen. "Wir können nicht exakt und endgültig den Tod aller Passagiere bestätigen", sagte ein Aseman-Sprecher der Nachrichtenagentur Isna. Wegen der "speziellen Umstände" in der Region gebe es noch keinen Zugang zum Absturzort. Kurz nach dem Absturz hatte der Aseman-Sprecher erklärt, alle 60 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder seien bei dem Absturz ums Leben gekommen. Am Sonntagnachmittag (Ortszeit) suchten die Rettungskräfte weiter nach dem Flugzeugwrack. Die Absturzursache blieb zunächst unklar.

Teheran - Im Landesinneren des Iran ist am Sonntag ein Passagierflugzeug abgestürzt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Fars war die iranische Maschine des Typs ATR-72 der Fluglinie Aseman Airlines mit 60 Passagieren und 6 Crewmitgliedern an Bord auf dem Weg vom Flughafen Mehrabad nach Yassudsch im Südwestiran.

Bei dem Absturz eines iranischen Passagierflugzeugs sind am Sonntag alle 66 Insassen ums Leben gekommen. Wie ein Sprecher der Fluggesellschaft Aseman Airlines dem staatlichen Rundfunksender Irib sagte, hat keiner der Passagiere und Besatzungsmitglieder überlebt.

Das Flugzeug stürzte demnach über der Kleinstadt Semirom ab. Über die Unglücksursache war am Vormittag zunächst nichts bekannt.

Das Unternehmen Asemann Airlines steht auf einer aktuellen Schwarzen Liste unsicherer Fluggesellschaften der EU-Kommission. Im Iran hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder schwere Flugzeugunglücke gegeben, für die häufig der schlechte technische Zustand der Maschinen verantwortlich gemacht wurde.

Der letzte Absturz im Iran ereignete sich im August 2014

Der bisher letzte Absturz ereignete sich im August 2014: Eine kleine Passagiermaschine des Typs Antonow 140 der iranischen Sepahan Airline war damals kurz nach ihrem Start auf dem Inlandsflughafen Mehrabad verunglückt. Dabei kamen 37 Menschen ums Leben, 11 wurden verletzt.

Im Januar 2011 starben 77 Menschen, als eine Passagiermaschine bei einer Notlandung während eines Schneesturms in Nordwest-Iran auseinanderbrach. Im Mai 2010 stürzte ein Passagierflugzeug mit 168 Menschen an Bord ab.

Teilweise sind die Passagierflugzeuge bis zu 40 Jahre alt

Viele der Passagierflugzeuge im Iran, besonders die der kleineren Fluglinien, sind über 40 Jahre alt. Wegen der Sanktionen im Zusammenhang mit dem Atomstreit konnte der Iran jahrzehntelang keine neuen Maschinen kaufen. Erst nach dem Atomdeal von 2015 mit den fünf UN-Vetomächten sowie Deutschland gab es neue Verträge mit Airbus, ATR und auch Boeing. Bisher wurden dem Iran nur ein Dutzend der neuen Maschinen übergeben.

afp/dpa

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