Experten entschärfen Weltkriegsbombe am Frankfurter Flughafen

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Die Weltkriegsbombe am Frankfurter Flughafen konnte problemlos entschärft werden.

Fünf Hotels geräumt, die A3 gesperrt: Erneut wurde am Frankfurter Flughafen eine Weltkriegsbombe gefunden. Probleme bei der Entschärfung machte der explosive Fund in der Nacht aber nicht.

Frankfurt/Main - Die am Frankfurter Flughafen gefundene Weltkriegsbombe ist entschärft worden. Wie die Polizei am frühen Mittwochmorgen mitteilte, war die Entschärfung durch Experten des Regierungspräsidiums Darmstadt um 01.30 Uhr abgeschlossen. „Es ist alles glatt gelaufen“, sagte ein Polizeisprecher. Schon kurze Zeit später konnten die gesperrten Straßen - unter anderem die Autobahn 3 zwischen Mönchhof-Dreieck und Frankfurter Kreuz - wieder freigegeben werden. Die Gäste der fünf evakuierten Hotels wurden zu ihren Unterkünften zurückgebracht.

Für die Entschärfung war ein Gebiet im Radius von 500 Metern evakuiert worden. Davon betroffen waren fünf Hotels mit rund 1500 Gästen sowie Teile des Flughafen-Terminal 2. Die A3 und die Bundesstraße 43 mussten gesperrt werden. Der Flugverkehr war von den umfangreichen Maßnahmen nicht betroffen, da während der Entschärfung bereits das Nachtflugverbot galt.

Die Evakuierung war zunächst stockend angelaufen. In einem der Hotels konnte die Räumung nach Angaben der Polizei erst mit 30 Minuten Verspätung beginnen. Das Gebäude konnte aber letztlich rechtzeitig evakuiert werden, die Bombenentschärfung begann planmäßig um 0.50 Uhr. Nur 40 Minuten später ging keine Gefahr mehr von dem Sprengkörper aus.

Die Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg war am Dienstag während der Arbeiten für den Bau der neuen S-Bahn-Anbindung am Flughafen gefunden worden. Es handelte sich laut Polizei um eine US-amerikanische 50-Kilo-Bombe mit Aufschlagzünder des Typs GP 100.

Erst im Februar war in der Nähe des Flughafens eine 250 Kilogramm schwere britische Bombe entschärft worden. Damals mussten neben dem Hotel auch einige Wohnhäuser und eine Flüchtlingsunterkunft evakuiert werden. Neben der A3 und der B43 wurden im Februar auch die am Flughafen vorbeiführenden Bahnstrecken gesperrt. Die Entschärfung dauerte etwas über eine Stunde und verlief reibungslos.

dpa

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