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Weiße Weihnachten in diesem Jahr „gar kein Thema“ - Wetter-Experte mit ungewöhnlicher Prognose

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Von: Patrick Freiwah

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Der Traum von weißen Weihnachten ist 2022 noch nicht vorüber. Doch die Wetterprognose für Samstag dürfte Romantikern einen Schlag in die Magengrube versetzen.

München - Deutschland hat ein paar wunderbare Wintertage hinter sich. Weiße Schneelandschaften und Weihnachtsmärkte entzücken Kinder und Erwachsene. Doch das Wetter hierzulande ist dabei, sich zu drehen.

Stand der Montag noch im Zeichen der Glättegefahr, die in weiten Teilen der Republik für vereiste Straßen und Gehwege sorgte, steigen die Temperaturen von nun an und die weiße Pracht wird relativ zügig dahinschmelzen.

Bekommen wir weiße Weihnachten? Wetterprognosen ruinieren den Traum

Weihnachten fällt ins Wasser.
Weihnachten fällt allem Anschein nach ins Wasser, von Schnee soll keine Spur sein. (Symbolbild) © IMAGO / Jan Eifert

Spätestens seit Dezember-Beginn orakeln viele Menschen, ob wir im Jahr 2022 mit einer weißen Weihnacht rechnen dürfen. Schon seit Tagen ist die Tendenz diesbezüglich nüchtern, verschiedene Meteorologen zeichnen ein negatives Bild, das keine Aussicht auf Schnee gewährt.

Nun sind wir nur noch wenige Tage von Heiligabend entfernt und Experten können mit einer ziemlich genauen Wetterprognose bezüglich der Feiertage ab Samstag, den 24. Dezember, aufwarten.

Alban Burster erklärt beispielsweise im „Deutschland-Trend“, dass diese Weihnachten in der Bundesrepublik ein anderes Wetterphänomen das Bild prägen wird: „Es wird ziemlich viel Wind oder gar Sturm geben“, ist der Meteorologe überzeugt. Ihm zufolge waren die Tiefdruckgebiete im bisherigen Verlauf von Herbst und Winter ziemlich ruhig, ab Freitag - also ein Tag vor Heiligabend - werde es jedoch „ordentlich pusten“. Das gilt ihm zufolge besonders für den (süd-)westlichen Teil des Landes.

Wetterprognose für Weihnachten: Schnee an den Feiertagen „gar kein Thema“

Als spannend bezeichnet Burster das gesamtheitliche Bild in den nächsten Tagen: Während sich über West- und Südeuropa ziemlich warme Luft sammelt, lauere nahe unserer nördlichen Landesgrenze ab Dänemark in Südskandinavien eine Kaltluft, die dann jedoch auch nach Deutschland rauschen könne.

So müssen sich Anhänger der traditionellen Weihnacht über die Feiertage mit einem milden, stürmischen und teils auch verregneten „frohen Fest“ abfinden, bei dem es in manchen Regionen sogar zweistellige Temperaturen geben soll. Das traurige Fazit des Wetterexperten: „Derzeit können wir also sagen, dass Schnee an Heiligabend oder am 1. Weihnachtsfeiertag gar kein Thema ist.“

Weiße Weihnachten sind ein Idealbild - die Realität sieht meist anders aus

Rein statistisch betrachtet liegen die Chancen auf weiße Weihnachten in den meisten hiesigen Regionen ohnehin lediglich zwischen 10 und 30 Prozent. „Weiße Weihnachten sind schlicht ein idyllisches Idealbild. Ein weißes Fest in Deutschland war schon immer eher die Ausnahme“, lässt Björn Goldhausen, Meteorologe bei WetterOnline, wissen. Stattdessen erwarten uns in diesem Jahr eher Grüne Weihnachten und Schmuddelwetter.

Interessanterweise gehen ab dem zweiten Feiertag die Prognosen ein wenig auseinander: Bei manchen Modellen steigen die Temperaturen noch weiter an, bei anderen geht es eher in den nasskalten Bereich, wo sich in Deutschland wieder Schneeregen und Schneeschauer breitmachen. (PF)

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