Facebook-Skandal

Deutsche Internetnutzer haben Angst vor Datenmissbrauch

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Nicht nur Nutzer sind verunsichert, auch nach Meinung von Kartellamtspräsident Andreas Mundt hat Facebook bei der Datennutzung seine Marktmacht missbraucht. Foto: Marcio Jose Sanchez/AP

Das Vertrauen in das soziale Netzwerk ist laut einer Umfrage mittlerweile gering. Nur zehn Prozent der befragten Facebook-Nutzer haben noch großes Vertrauen, dass das Unternehmen mit persönlichen Daten verantwortungsvoll umgeht.

Köln/Berlin (dpa) - 61 Prozent der Internetnutzer in Deutschland haben große oder sehr große Sorge vor einem Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten ARD-"DeutschlandTrend" hervor.

Nach dem Facebook-Skandal über die unerlaubte Nutzung von Kundendaten durch die Analyse-Firma "Cambridge Analytica" gaben 59 Prozent der Internetnutzer an, unabhängig von den aktuellen Berichten, das soziale Netzwerk nicht zu nutzen. 27 Prozent sagten, sie nutzten Facebook unverändert weiter. 12 Prozent nutzten demnach Facebook wegen der Berichte weniger als früher. 2 Prozent gaben an, Facebook aufgrund der Berichte nicht mehr zu nutzen.

Auch nach Meinung von Kartellamtspräsident Andreas Mundt hat Facebook bei der Datennutzung seine Marktmacht missbraucht. "Nach dem jetzigen Stand gehen wir davon aus, dass Facebook seine Marktmacht gegenüber den Kunden durch die Art und Weise, wie Daten aus Drittquellen gesammelt und verwertet werden, missbräuchlich ausnutzt", sagte Mundt der "Rheinischen Post". "Bleiben wir bei diesem Befund, wird Facebook seine Praxis anpassen müssen."

Der Präsident des Bundeskartellamts verstärkte damit den Druck auf das soziale Netzwerk. Die Behörde erwartet in Kürze eine Stellungnahme des US-Konzerns zu einem seit zwei Jahren laufenden Verfahren. Das Kartellamt hält Facebook in dem Verfahren vor allem vor, Daten auch auf Drittseiten ohne Wissen der Nutzer zu sammeln und zu verwerten.

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