Vor allem aus dem Inland

Experte: "Solider Aufwärtstrend" bei Industrieaufträgen

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Die Auftragsbücher der deutschen Industrie füllten sich im Februar um 3,4 Prozent mehr als im Vormonat. Foto: Julian Stratenschulte/Symbol

Wiesbaden (dpa) - Die deutsche Industrie hat im Februar wieder mehr Aufträge an Land gezogen. Nach einem kräftigen Dämpfer zum Jahresauftakt sei die Zahl der Neuaufträge im Februar saison- und arbeitstäglich bereinigt um 3,4 Prozent gestiegen, teilte das Statistische Bundesamt mit.

Volkswirte hatten allerdings einen stärkeren Anstieg - um 4,0 Prozent - erwartet. Obwohl sich die Auftragseingänge zuletzt "extrem volatil" gezeigt hätten, zeichnet sich nach Ansicht eines Experten der US-Bank JP Morgan generell ein "solider Aufwärtstrend" ab. Dies passe zur aktuell guten Stimmungslage der Einkaufsmanager in deutschen Industriebetrieben. Einen Experte der Großbank Unicredit sah den Grund dafür in einer "Renaissance des Welthandels", der zuletzt wieder an Schwung gewonnen habe. Außerdem profitiere das verarbeitende Gewerbe von einem starken Aufschwung im Bausektor.

Der Rückschlag beim Auftragseingang im Januar fiel indes nicht so stark aus, wie ursprünglich gemeldet. Das Bundesamt revidierte den Rückgang zum Jahresauftakt von minus 7,4 Prozent im Monatsvergleich auf nur noch minus 6,8 Prozent. Dennoch waren die Aufträge zu Beginn des Jahres so stark wie seit Anfang 2009 nicht mehr gefallen.

Die Aufträge aus dem Inland steigen laut der Statistik im Februar um 8,1 Prozent. Beim Auftragseingang aus dem Ausland gab es hingegen keine Veränderung. Den Anstieg gab es sowohl bei Investitionsgütern als auch bei Konsumgütern.

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