Baby nach nur 3 Tagen tot

Eltern lassen Baby sterben - weil Gott es so wollte

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Rachel und Josh Piland wollten nicht ins Krankenhaus - und bezahlten dafür mit dem Leben ihres Kindes.

Das Elternglück hielt bei einem Paar aus Michigan nicht lange an - ihr Baby Abigail stirbt schon drei Tage nach ihrer Geburt. Die Ursache dafür sind aber die Eltern selbst und der Grund dafür, macht einfach nur sprachlos.

Michigan - Am 6. Februar erblickt die zunächst gesunde Abigail das Licht der Welt. Nur einen Tag nach der Geburt fällt der Hebamme, welche auch die anderen zwei Kinder des Paares auf die Welt brachte, auf, dass die Hautfarbe des Mädchens einen Gelbstich hat: Sie leidet unter Gelbsucht. 

Diagnose Gelbsucht: Bei Neugeborenen kein Grund zur Sorge

Mehr als die Hälfte aller gesunden Neugeborenen haben in den ersten Tagen ihres Lebens eine leicht zu behandelnde und harmlose Gelbsucht. Dieses Phänomen lässt sich auf den Überschuss an roten Blutkörperchen zurückführen, die das Baby zur Zeiten vor der Geburt noch benötigt, um genug Sauerstoff zu bekommen. Um nach der Geburt, die überschüssigen Blutkörperchen abzubauen, entsteht Bilirubin. Wenn zu wenig von dem Abbaustoff in der Leber des Neugeborenen produziert wird, kommt es zur Gelbsucht. Meistens verschwindet die Gelbsucht nach ein paar Tagen, wenn man das Baby behandelt, in dem man es in ein warmes Bettchen legt und mit blauem UV- Licht bestrahlt. 

Doch Abigails Eltern, Josh und Rachel Piland, widersetzen sich dem Rat der Hebamme, für eine Behandlung ins Krankenhaus zu fahren. Die Hebamme klärt, wie der Independent berichtet, die Familie sogar auf, wenn sie ihre Tochter nicht in ein Krankenhaus bringen, könnte sie sterben. Doch die Eltern sind fest davon überzeugt: „Gott macht keine Fehler.“ Wenn das Kind krank ist, dann ist es von Gott so gewollt. 

Video: Insiderbericht Zeugen Jehova

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Auch als die kleine Abigail am nächsten Tag anfängt Blut zu husten, entscheidet sich das streng gläubige Paar gegen die einfache Methode, ihr Baby zu heilen. Rachel Piland hat andere Pläne für ihr Kind. Dem NZ Herald zufolge berichtet der mit dem Fall beauftrage Detective, Peter Scaccia: "Sie legte es nur mit einem Strampler bekleidet in die Nähe eines offenen Fensters und hielt es mit einem Fön warm". 

Eltern hören auf keinen Ratschlag

Auch die Großmutter des Neugeborenes schaltet sich ein und sagt den Eltern, sie selbst würde das Kind ins Krankenhaus fahren. Doch nicht einmal sie kann Rachel und Josh Piland von ihrem Glauben abbringen. Die Folge ihres Nichthandelns zeigt sich schon drei Tage später nach der Geburt, als das Herz der kleinen Abigail am 9. Februar aufhört zu schlagen. Als der Bruder der Schwester die Familie besucht, findet er den leblosen Körper seiner Nichte zwischen lauter betenden Freunden der Eltern vor. Sie haben keinen Gedanken daran verschwendet, einen Notarzt zu rufen oder die Polizei zu alarmieren. 

Bruder der Mutter kontaktiert sofort Polizei 

Rachel und Josh Piland, 30 und 36 Jahre alt, werden verhaftet, sind jedoch durch die Kautionszahlung in Höhe von 75.000 Dollar vorläufig wieder frei. Angeklagt sind sie trotzdem: wegen fahrlässiger Tötung. Der Prozess beginnt am 15. Oktober und es bleibt zu beobachten, wie sich der Fall entwickelt. Falls das Gericht die beiden für schuldig erklärt, können sie bis zu 15 Jahre im Gefängnis sitzen. Aber selbst dann sind die beiden sich wahrscheinlich auch noch sicher, dass dies göttlicher Wille ist.

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