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Ansteckendste Coronavirus-Variante: Lauterbach hofft, dass wir vor XBB.1.5-Ausbreitung durch den Winter sind

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Von: Markus Hofstetter

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In den USA sorgt eine neue Omikron-Subvariante des Coronavirus für vollere Krankenhäuser. Gesundheitsminister Karl Lauterbach beobachtet die Entwicklung mit Sorge.

Berlin – Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) hat auf eine neue Subvariante des Coronavirus verwiesen, die im Nordosten der USA zu einem Anstieg der Krankenhauseinweisungen geführt habe. Die US-Gesundheitsbehörde CDC hatte Anfang des Jahres geschätzt, dass XBB.1.5 in der Woche vor dem Jahreswechsel rund 40,5 Prozent aller Neuansteckungen in den USA ausgemacht hatte.

„Wir überwachen, ob und wie stark XBB.1.5. in Deutschland auftritt“, twitterte Lauterbach am Mittwochabend. „Hoffentlich kommen wir durch den Winter, bevor eine solche Variante sich auch bei uns ausbreiten kann.“ XBB.1.5 ist eine Subvariante von Omikron, die sich derzeit stark in den USA ausbreitet. Sie wurde bislang in 29 Ländern nachgewiesen, auch in Europa.

Karl Lauterbach
Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach ist besorgt über die neue Omikron-Variante XBB.1.5 © Joerg Carstensen/dpa

Omikron-Subvariante XBB.1.5: WHO sieht bislang keine Anzeichen für schwerere Erkrankungen

Auch die Weltgesundheitsorganisation WHO zeigt sich besorgt über die im Oktober entdeckte Coronavirus-Variante. Nach Angaben von Maria Van Kerkhove, Leiterin des WHO-Programms zur Bekämpfung der Corona-Pandemie, ist es die „ansteckendste Subvariante, die bislang entdeckt wurde“. Es handele sich um eine Untergruppe der seit Ende 2021 zirkulierenden Omikron-Variante. Eine Risikoanalyse sei in Arbeit und werde in Kürze veröffentlicht.

Es gebe bislang aber keine Anzeichen dafür, dass XBB.1.5 schwerere Erkrankungen auslöst als andere Virusvarianten. Der Anstieg der XBB.1.5-Fälle mache deutlich, wie wichtig es sei, „Covid-19 weiterhin weltweit zu überwachen“, sagte Van Kerkhove am Mittwoch in Genf.

Corona-Welle in China: Weltgesundheitsorganisation will schneller und regelmäßiger verlässliche Daten

Mit Blick auf die Corona-Welle in China drängt die WHO weiterhin auf mehr Informationen von den chinesischen Behörden. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus äußerte Verständnis für Länder, die Testvorschriften für Reisende aus China eingeführt haben. „Wir fordern von China weiterhin schnellere, regelmäßige und verlässliche Daten über Krankenhauseinweisungen und Todesfälle sowie eine umfassendere Sequenzierung von Viren in Echtzeit“, sagte Tedros. Weil die Viruszirkulation in China so hoch sei und umfassende Daten nicht geliefert würden, sei es verständlich, dass einige Länder Maßnahmen ergreifen, um ihre eigenen Bürger zu schützen.

Die Forderung nach Tests seien keine Reisebeschränkungen, sagte WHO-Nothilfekoordinator Mike Ryan. Er kritisierte die enge chinesische Definition für die Statistik der Corona-Toten. Gezählt werden nur noch Infizierte, die an Atemwegsproblemen sterben. Nach WHO-Angaben sind die Komplikationen, die zum Tod durch Covid-19 führen können, aber viel umfangreicher. Die chinesische Definition sei viel zu eng gefasst, sagte Ryan. Deshalb gehe die WHO davon aus, dass die wahre Zahl der Covid-19-Toten deutlich höher liege.

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