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Corona in Deutschland: Spahn überrascht mit Impf-Aussage - Einreiseregeln verlängert

Die Corona-Zahlen machen noch einmal einen deutlichen Sprung. Jens Spahn schlägt Alarm. Die Einreiseregeln werden verlängert.

  • Die Corona-Inzidenz steigt. Das RKI meldet am Mittwoch (21. Juli) einen Zahlen-Sprung im Vergleich zur Vorwoche (siehe Ursprungsmeldung).
  • Nach einer Abi-Feier besteht bei bis zu 600 Personen die Gefahr sich mit Corona infiziert zu haben (siehe Update vom 21. Juli, 18.32 Uhr).
  • Unterdessen hat die Bundesregierung die Einreiseregeln verlängert (Update vom 21. Juli, 15.46 Uhr).
  • Dieser News-Ticker ist beendet. Hier finden Sie die Fortsetzung ab dem 22. Juli 2021.

Update vom 21. Juli, 18.32 Uhr: Bis zu 600 Personen könnten sich nach einer Abiturfeier in Celle in Niedersachsen mit Corona infiziert haben. Eine Person könnte das Virus auf die Feier getragen haben*.

Corona in Deutschland: Spahn überrascht mit Impf-Aussage - Einreiseregeln verlängert

Update vom 21. Juli, 15.14 Uhr: Die Bundesregierung hat die bestehenden Corona-Regeln für Einreisende bis zum 10. September verlängert und Erleichterungen bei der Quarantäne-Pflicht verabschiedet. Das geht aus einem Kabinettsbeschluss zur Einreiseverordnung hervor, den Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. Die neuen Regeln treten am 28. Juli in Kraft.

Was ist neu in den Quarantäne-Regeln? Vollständig Geimpfte, die aus sogenannten Virusvariantengebieten einreisen, können künftig ihre Quarantäne vorzeitig beenden. Sie müssen nachweisen, dass ihr Impfschutz gegen die Virusvariante im bereisten Gebiet wirksam ist. Bislang galt auch für vollständig Geimpfte, die aus Virusvariantengebieten einreisen, eine strikte Quarantänepflicht.

Wenn ein Virusvariantengebiet zum Hochinzidenz-Gebiet heruntergestuft wird, während sich Rückkehrer noch in Quarantäne befinden. Dann sollen für das Ende der Quarantäne künftig die Regeln für Hochinzidenzgebiete gelten - und folglich eine Verkürzung der 14-tägigen Quarantänepflicht möglich sein.

  • Corona-Risikogebiete: Länder und Regionen werden als Risikogebiete eingestuft, wenn die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen (7-Tage-Inzidenz) über 50 liegt.
  • Corona-Hochinzidenzgebiete: Die Einstufung erfolgt für Gebiete mit besonders hohem Infektionsrisiko durch besonders hohe Inzidenzen für die Verbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2. 
  • Corona-Virusvariantengebiete: Die Einstufung erfolgt aufgrund einer Virusvariante sowie der Ausbreitung der Virusvariante (Mutation), welche nicht in Deutschland verbreitet auftritt und von der ein besonderes Risiko ausgeht.

Corona in Deutschland: Spahn warnt vor 800er-Inzidenz im Oktober

Update vom 21. Juli, 14.18 Uhr: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die Bevölkerung gemahnt, angesichts steigender Corona-Zahlen Schutzmaßnahmen nicht zu vernachlässigen. Derzeit liege die Inzidenz bei rund 11. „Wenn sich das so weiter verdoppelt, alle zwölf Tage, dann werden wir im September die 400 überschreiten, im Oktober 800 - Inzidenz“, sagte der CDU-Politiker am Mittwoch in Berlin. Alle miteinander müssten sich die Frage stellen, „wollen wir das passieren lassen“.

Corona in Deutschland: Mehr als 50 Millionen Menschen mindestens einmal geimpft

Update vom 21. Juli, 13 Uhr: Die Zahl der infizierten Personen in Deutschland steigt seit über zwei Wochen an, doch die Zahl der in Deutschland geimpften Personen steigt nur langsam. 47,3 Prozent der Bevölkerung sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch wurden am Dienstag 572.482 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 39,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,1 Millionen (60,2 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten.

„In keinem anderen Land Europas sind damit mehr Menschen geimpft als in Deutschland“, schrieb Gesundheitsminister Jens Spahn am Mittwoch auf Twitter. Das reiche jedoch noch nicht, um die Delta-Variante des Virus einzudämmen.

Corona in Deutschland: Delta-Welle kommt ins Rollen - RKI meldet deutlichen Zahlen-Sprung

Ursprungsmeldung vom 21. Juli 2021: Berlin - Es sollte ein entspannter Sommer innerhalb der Corona*-Pandemie werden, doch seit über zwei Wochen steigt die für Entscheidungen der Politik und die Einschätzung der Experten wichtige Sieben-Tage-Inzidenz an. Das Robert Koch-Institut registriert am Mittwoch, 21. Juli 2021, einen deutlichen Zahlen-Sprung. Vor allem die hochansteckende Delta-Mutation sorgt für das aktuell sich immer schneller ausbreitende Infektionsgeschehen.

Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter stark an - RKI verzeichnet deutlichen Zuwachs

Nach Angaben des RKI lag die Inzidenz am Mittwochmorgen bei 11,4. am Vortag lag dieser Wert noch bei 10,9. Am 6. Juli hatte das RKI den letzten Tiefststand verzeichnet, damals lag der Wert bei 4,9. Binnen eines Tages wurden in Deutschland innerhalb der vergangenen 24 Stunden offiziell 2203 Personen positiv auf das Coronavirus* getestet. Vor genau einer Woche hatte der Wert deutlich niedriger bei 1548 Infektionen gelegen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 19 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 28 Tote gewesen.

Es gibt nur wenige Daten zu den Langzeitfolgen einer Covid-19-Erkrankung. Ärzte aus Ulm bestätigen: Wer eine Infektion übersteht, ist noch lange nicht gesund*. *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Boris Roessler/dpa

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