An Moskauer Metro-Station

Bus rast in Menschenmenge - mehrere Tote - Das sagt der Fahrer

In Moskau ist ein Bus in den Eingang einer Metrostation gefahren. Mindestens vier Menschen kamen ums Leben, mindestens 15 weitere Fußgänger wurden verletzt.

In Moskau ist ein Linienbus in eine Menschenmenge gefahren. Der Bus fuhr die Treppe zu einer Unterführung in einer Metro-Station hinunter und blieb dort stehen. Dabei wurden mindestens vier Menschen getötet. Nach Agenturmeldungen vom Montag wurden weitere 15 Fußgänger verletzt.

Schlimmes Video auf Twitter aufgetaucht

Ein von oben gefilmtes Video zeigt, dass der Bus scheinbar parkte, dann erst langsam durch eine Lücke zwischen anderen Fahrzeugen manövriert wurde und schließlich die Treppe einer Fußgängerunterführung hinabraste.

ACHTUNG grausame Szenen: Auf Twitter existiert auch eine deutlich nähere Aufnahme des Unfalls. (Video des Unfalls), das ein russischer TV-Sender ausgestrahlt hat.

Busfahrer von der Polizei festgenommen

Die Polizei geht trotz der Beschleunigung des Fahrzeugs von einem Unglück aus. Es handele sich entweder um technisches Versagen oder um einen Fahrfehler, teilte die Moskauer Polizeiführung nach Angaben der Agentur Interfax mit. Der Busfahrer sei festgenommen worden. 

Wie das Staatliche Ermittlungskomitee mitteilte, sprach der Fahrer in einer ersten Vernehmung von einem Versagen der Bremsen. Er habe die Handbremse gelöst. Darauf habe sich der Bus selbst in Bewegung gesetzt, er habe ihn nicht mehr stoppen können. Das erst ein Jahr alte Fahrzeug gehörte einer örtlichen Buslinie.

Wie die Nachrichtenagentur Tass meldete, arbeitete er seit 17 Jahren für die städtische Busgesellschaft der Millionenmetropole.

Tote und Verletzte: Bus rast in Moskauer Metro-Station - die Bilder

Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © AFP
Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © AFP
Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © dpa
Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © AFP
Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © AFP
Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © AFP
Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © AFP
Busunfall in Moskau.
Busunfall in Moskau. © dpa
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Moskauer Bürgermeister ordnet Überprüfung an

Schauplatz des Vorfalls ist eine Hauptstraße im Westen der russischen Hauptstadt, an der ein vielbesuchtes Einkaufszentrum und eine U-Bahn-Station liegen. 

Der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin kündigte eine Überprüfung des städtischen Fuhrparks an. In der Woche vor Neujahr, dem wichtigsten Familienfeiertag im Jahr, machen viele Russen ihre Einkäufe. Die Moskauer Straßen und Geschäfte sind deshalb voller Menschen wie in Deutschland in den Tagen vor Weihnachten.

Über Twitter sprach Bürgermeister Sobjanin den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus.

Russland zuletzt arg gebeutelt vom Terror

Von der Unfallstelle wurden Verletzte mit mehreren Helikoptern in Krankenhäuser geflogen. Rettungskräfte zogen den Bus mit einem Kran aus der Unterführung heraus. Dann schippten die Männer schaufelweise Schnee auf die Treppe, um sie zu säubern.

Auf russischen Seiten im Internet wurde rasch über einen Terrorakt spekuliert. Moskau ist vor allem in den 2000er Jahren immer wieder Schauplatz schwerer Anschläge gewesen. Im April dieses Jahres hatte ein islamistischer Selbstmordattentäter in der U-Bahn von St. Petersburg 14 Menschen und sich selbst in die Luft gesprengt.

dpa, mke, afp, Video: Glomex

Rubriklistenbild: © AFP

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