Materialmisere beim Militär

Sprecher relativiert Berichte über Bundeswehr-Mängel

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Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen besucht Soldaten. Foto: Jochen Lübke/Archiv

Panzer, U-Boote, Hubschrauber: Berichte über Mängel bei Heer, Marine und Luftwaffe sind an der Tagesordnung. Nun tun sich auch Versorgungslücken bei der Basisausrüstung auf. Das Verteidigungsministeriumsieht keinen Anlass zur Sorge.

Berlin (dpa) - Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr gefährden aus Sicht des Bundesverteidigungsministeriums nicht die Einsatzbereitschaft der Truppe in der Nato.

Die Bundeswehr befinde sich bis Mitte des Jahres in einem "beschleunigten Beschaffungs- und Umverteilungsverfahren" für den Einsatz der Bundeswehr 2019 bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato, sagte der Sprecher von Ministerin Ursula von der Leyen (CDU), Jens Flosdorff, in Berlin.

Sinn dieser Phase sei es, minutiös durchzugehen, ob genug Personal und Ausrüstung für die Aufgabe 2019 vorhanden sei und was noch gebraucht werde. Es handle sich um ein übliches Vorgehen zu Inventurmeldungen und Antragsunterlagen. "Das heißt nicht, dass die benötigte Ausrüstung grundsätzlich nicht mehr in der Bundeswehr verfügbar ist oder in dem gebotenen Zeitraum beschaffbar ist", sagte Flosdorff. "Wir haben keinen Anlass zur Sorge, dass Deutschland seine Verpflichtungen in der Nato nicht erfüllen kann."

Für den Einsatz der Bundeswehr 2019 bei der schnellen Eingreiftruppe der Nato fehlen der Truppe einem Bericht der "Rheinischer Post" zufolge nicht nur Panzer, sondern auch Schutzwesten, Winterbekleidung und Zelte. Um dem Vorgehen Russlands auf der Krim zu begegnen, hat die Nato 2014 die sogenannte "Speerspitze" für rasche Einsätze gegründet - Anfang 2019 wird Deutschland dort eine führende Rolle übernehmen.

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