Tausende Anhänger protestieren

Medien: Brasiliens Ex-Präsident Lula will Haft antreten

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"Ich unterstütze Lula", steht auf dem Plakat eines Demonstranten bei einer Kundgebung in Sao Paulo gegen die Inhaftierung des brasilianischen Ex-Präsidenten. Foto: Fabio Vieira

Erst ließ Brasiliens Ex-Präsident Lula eine Frist zum Antritt seiner Haftstrafe verstreichen. Nun will sich der 72-Jährige Medienberichten zufolge der Polizei stellen.

São Paulo - Der wegen Korruption verurteilte Ex-Präsident Brasiliens, Luiz Inácio Lula da Silva, will sich Medienberichten zufolge der Polizei stellen.

Der 72-Jährige hatte zuvor eine gerichtlich festgesetzte Frist für einen Haftantritt am Freitag verstreichen lassen. Lula werde sich am Samstag nach der Messe für seine im vergangenen Jahr verstorbene Ehefrau Marisa Letícia in Obhut der Behörden begeben, berichtete die Zeitung "O Globo" unter Berufung auf Vertraute des Ex-Präsidenten.

Lula sah sich immer wieder mit schwerwiegenden Vorwürfen der Korruption konfrontiert

Lula ist in den Skandal um Schmiergelder bei Auftragsvergaben an den staatlichen Ölkonzern Petrobras verwickelt. Wegen Korruption war er zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Mehrere Anträge, bis zum Ende des Berufungsverfahrens auf freiem Fuß bleiben zu dürfen, wurden abgelehnt.

Lula war zwischen 2003 und 2011 brasilianischer Staatschef. Bei der Wahl im Oktober will er erneut für das höchste Staatsamt kandidieren - die linke Arbeiterpartei will auch im Fall seiner Inhaftierung an diesem Plan festhalten. "Lula bleibt unser Kandidat", sagte die Parteivorsitzende Gleisi Hoffmann kurz vor Bekanntgabe des Haftbefehls. Lula liegt in Umfragen mit bis zu 36 Prozent deutlich vorn.

dpa

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