Neuartige mRNA-Technologie

Streit um Corona-Impfstoff-Herstellung: Biontech will offenbar zeitweilig auf Patentschutz verzichten

Leere Dosen des Corona-Impfstoffs von Biontech in einem Behälter in einem Impfzentrum in Paris.
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Biontech verzichtet einem Bericht zufolge vorübergehend auf den Patentschutz für seinen Corona-Impfstoff.

Kanzlerin Merkel sieht eine Freigabe der Patente für Corona-Vakzine kritisch. Der große Hersteller Biontech geht einem Bericht zufolge diesen Schritt nun.

Mainz - Um den Patentschutz für Corona-Impfstoffe tobt eine politische Debatte. Biontech will einem Bericht zufolge nun vorübergehend darauf verzichten, den Patentschutz für sein Vakzin durchzusetzen. Wie die Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vorab berichtete, wird die Mainzer Firma nach Auskunft einer Sprecherin bis zum Ende der Pandemie juristisch nicht gegen etwaige Imitatoren vorgehen.

Dasselbe Versprechen hatte das US-Pharmaunternehmen Moderna dem Bericht zufolge schon vor einigen Monaten gegeben.

Patente für Corona-Impfstoffe: WHO und Biden für Aussetzung - Merkel dagegen

Die Corona-Impfstoffe von Biontech und seinem US-Partner Pfizer sowie von Moderna beruhen auf der neuartigen mRNA-Technologie und zeigen bisher die höchste Wirksamkeit aller zugelassenen Corona-Vakzine.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) spricht sich dafür aus, den Patentschutz generell auszusetzen, um die Bevölkerung ärmerer Länder günstig mit Impfstoff versorgen zu können. Die US-Regierung hatte sich dieser Forderung angeschlossen, Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach sich dagegen aus, beim EU-Gipfel in Porto stieß der Vorschlag auf Skepsis. (AFP/frs) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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