Regierungskrise in Belfast

Berichte: Britischer Nordirland-Minister zurückgetreten

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Brokenshire hatte vergeblich versucht, die protestantische DUP und die katholischen Sinn-Fein-Partei zu einer Neuauflage ihrer Koalition zu bewegen. Foto: Liam Mcburney

Die Krise in Nordirland verschärft sich. Alle Gespräche zwischen der protestantischen DUP und der katholischen Sinn Fein scheiterten bisher. Nun geht ein wichtiger Vermittler.

London (dpa) - Der britische Nordirland-Minister James Brokenshire ist Medienberichten zufolge aus gesundheitlichen Gründen zurückgetreten. Das berichtete unter anderen die BBC.

Sein Rücktritt kommt knapp ein Jahr nach dem Auseinanderbrechen der Regionalregierung in Nordirland und zeitgleich mit einer Kabinettsumbildung in London. Brokenshire hatte vergeblich versucht, die protestantische DUP (Democratic Unionist Party) und die katholischen Sinn-Fein-Partei zu einer Neuauflage ihrer Koalition zu bewegen.

Die andauernde Regierungskrise in Belfast wird zunehmend zum Problem bei den Brexit-Verhandlungen. Befürchtet wird, dass der EU-Austritt Großbritanniens Grenzkontrollen zwischen dem britischen Landesteil Nordirland und dem EU-Mitglied Republik Irland notwendig machen könnte. Das wollen zwar alle Seiten verhindern, doch wie das gehen soll, ist bislang ein Rätsel. Ohne funktionierende Regionalregierung in Nordirland scheint eine Lösung noch schwerer zu erreichen als ohnehin schon.

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