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Mutter fassungslos: Alexa fordert Kind auf, sich einen Stromschlag zu holen

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Von: Sarah Neumeyer

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Der Sprachassistent Alexa hat ein Kind aufgefordert, einen Stromstecker mit einer Münze zu berühren. (Symbolbild)
Der Sprachassistent Alexa hat ein Kind aufgefordert, einen Stromstecker mit einer Münze zu berühren. (Symbolbild) © Frank Rumpenhorst/dpa

Amazons Sprachassistent Alexa fordert ein Mädchen auf, sich einen Stromschlag zu holen. Ihre Mutter ist entsetzt.

Kassel - Aus vielen Haushalten ist Alexa mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Der Sprachassistent von Amazon* beantwortet Fragen, spielt Musik ab und kann viele weitere Aufgaben erleichtern. Doch die Nutzung kann auch gefährlich werden, wie ein Vorfall in den USA zeigt.

Offenbar hat Alexa dort ein 10-jähriges Mädchen dazu aufgefordert, eine Münze an einer Steckdose zu elektrisieren. Das Mädchen hatte Alexa um eine „Challenge“ gebeten. „Stecke ein Handy-Ladegerät etwa zur Hälfte in eine Steckdose und halte dann einen Penny an die freiliegenden Kontakte“, soll Alexa dem Mädchen vorgeschlagen haben.

Amazon-Sprachassistent fordert Kind auf, sich einen Stromschlag zu holen

Ihre Mutter Kristin Livdahl beschreibt den Vorfall auf Twitter. Demnach machte Livdahl mit ihrer Tochter Turnübungen (physical challenges), weil das Wetter schlecht war. „Sie wollte einfach eine weitere“, schreibt Livdahl. Daraufhin fragte ihre Tochter Alexa nach einer neuen Challenge.

Die Herausforderung, die Alexa dem Mädchen stellte, hatte der Sprachassistent im Internet gefunden. Die sogenannte „Penny-Challenge“ begann vor etwa einem Jahr auf TikTok und anderen Social-Media-Websites zu kursieren, berichtet BBC. Die Idee hinter der „Challenge“ ist es, sich einen Stromschlag zu holen und damit andere zu erheitern. Doch die Auswirkungen können auch weitaus schlimmer sein. „Ich weiß, dass man Finger, Hände und Arme verlieren kann“, sagte Michael Clusker, Stationsleiter der Feuerwache Carlisle East, der Zeitung The Press in Yorkshire im Jahr 2020.

Alexa stellt Kind gefährliche „Challenge“ – Amazon reagiert

„Ich war dabei und schrie: „Nein, Alexa, nein! Als wäre es ein Hund“, berichtet Livdahl weiter. Ihre Tochter habe jedoch nicht in Betracht gezogen, den Anweisungen zu folgen. Sie habe Livdahl gesagt, sie sei sowieso zu schlau, um so etwas zu tun.

Amazon reagierte unter dem Twitter-Beitrag von Livdahl und erkläre: „Es tut uns leid, das zu hören“. Laut einer Anfrage der BBC hat Amazon auf das Problem reagiert. „Sofort nachdem wir von diesem Fehler erfahren haben, haben wir schnell gehandelt, um ihn zu beheben“, erklärte Amazon gegenüber BBC. Alexa soll die „Penny-Challenge“ demnach nicht mehr empfehlen.

Ein weniger gefährlicher Fehler passierte Amazon im November*. Eine Familie beschwerte sich via Twitter über eine Playmobil-Lieferung. Der Online-Händler zeigte sich zerknirscht. (Sarah Neumeyer) *hna.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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