Corona-Skandal

Promis unter Palmen (Sat.1): Ronald Schill verharmlost Coronavirus - "Sehe das als große Hysterie"

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Promis unter Palmen (Sat.1): Ronald Schill verharmlost das Coronavirus Sars-CoV-2. Im Interview sagt er: "Ich sehe das als große Hysterie."

  • "Promis unter Palmen" läuft mittwochs auf Sat.1
  • Mit dabei: "Richter Gnadenlos" Ronald Schill
  • Er verharmloste das Coronavirus jetzt in einem Interview

Phuket, Thailand - "Promis unter Palmen" ist keine Livesendung, sondern wurde Ende vergangenen Jahres aufgezeichnet. So konnte ein Teilnehmer jetzt auch ein ausgesprochen strittiges Interview geben. Der Sat.1-Kandidat verharmloste dabei das Coronavirus*, sagte: "Ich sehe das als eine große Hysterie." extratipp.com* berichtet darüber.

"Promis unter Palmen": Reality-Show läuft mittwochs bei Sat.1

"Promis unter Palmen": Für Geld tun sie offenbar wirklich alles, rechts im Bild Ronald Schill.

Eins muss man Sat.1 schon lassen: Wenn es das Ziel war, das Dschungelcamp von Konkurrent RTL in Sachen Niveau noch zu unterbieten, dann ist das mit "Promis unter Palmen" (Alle Informationen zur neuen Sendung, den Kandidaten und den Moderatoren*) beeindruckend gelungen. Doch Häme hin, Häme her: Die Zuschauer sind begeistert, lechzen in Zeiten der Corona-Pandemie nach seichter Unterhaltung. Und die gibt es bei der Reality-Show ohne Ende. Es wird gebrüllt, geflirtet und geheult, was das Zeug hält. Dazu noch ein paar idiotische Spiele - und fertig ist das Erfolgskonzept, bei dem das Motto "Für Geld mache ich alles" keine leere Versprechung ist.

Man kann das gut finden, man kann sich darüber aufregen. Wozu es allerdings keine zwei Meinungen geben kann, sind die Aussagen eines "Promis unter Palmen"-Kandidaten, die dieser jetzt in einem Interview getroffen hat. Die Rede ist von Ronald Schill (61). Der frühere "Richter Gnadenlos" sprach mit klatsch-tratsch.de. Die Antworten des in Brasilien lebenden Deutschen haben es in sich, er verharmlost das Coronavirus und die mitunter tödliche Atemwegserkrankung Covid-19.

"Promis unter Palmen": Ronald Schill verharmlost Coronavirus

Ronald Schill, hier ein Archivbild aus dem Jahr 2002, war mal Innensenator von Hamburg.

Auf die Frage, wie der "Promis unter Palmen"-Kandidat mit der Corona-Pandemie klarkomme, antwortet Ronald Schill: "Ich sehe das als eine große Hysterie, bei der die Maßnahmen, die dagegen weltweit ergriffen werden, viel mehr Schaden anrichten werden als der Coronavirus selbst." Weiter heißt es: "Ich befürchte, dass durch diese Maßnahmen Millionen Menschen sterben werden und sich das Leben aller Menschen auf dem Kontinent, auch der Menschen in Deutschland, qualitativ deutlich verschlechtern werden, weil die Maßnahmen die Wirtschaft ruinieren."

Nach "Promis unter Palmen" (Alle Sendetermine der Show und der Sendestart*) habe Ronald Schill aktuell keine Fernsehsendung*, an der er teilnehme. Noch einmal auf das Coronavirus angesprochen, sagt der 61-Jährige ernsthaft: "Nein, ich sehe das nicht so streng. Ich sehe das so, dass es sich nicht um eine gefährlichere Krankheit handelt als eine Grippe. Dabei ist eine Grippe natürlich auch nicht ungefährlich. An der Grippe sind vor drei Jahren allein in Deutschland 25.000 Menschen gestorben. Da wurde aber kein Aufhebens drum gemacht." Und weiter im Text über das Coronavirus Sars-CoV-2 heißt es: "Jetzt hat das Kind einen anderen Namen und es gibt zurzeit in Deutschland 200 Tote und die Leute reagieren, meines Erachtens tierisch mit Maßnahmen und ruinieren damit die Wirtschaft und das Leben ganz vieler Menschen."

"Promis unter Palmen": Mehr als 32.000 Corona-Tote in Europa

Wegen des Coronavirus kamen die Krematorien in Italien teilweise nicht mit dem Verbrennen nach.

Zur Verdeutlichung: Derzeit - Stand 1. April, 19.15 Uhr - sind in Europa mehr als 32.000 Menschen an den Folgen des Coronavirus Sars-CoV-2* gestorben. Wissenschaftler warnen davor, dass die Sterberate auch in Deutschland noch erheblich steigen könnte. Die verharmlosenden Aussagen von "Promis unter Palmen"-Kandidat Ronald Schill das Coronavirus betreffend sind also völlig unangebracht.

Als das Team von Désirée Nick gerade eine Frage beantwortet, passiert im Hintergrund ein schlimmer Unfall.

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