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„Schwere Entscheidung“: Malik Harris äußert sich zum ESC-Ausschluss Russlands

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Von: Jonas Erbas

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„Eurovision Song Contest“-Teilnehmer Malik Harris beim deutschen ESC-Vorentscheid, daneben bei „Volle Kanne“ (Fotomontage)
Bei „Volle Kanne“ (ZDF) sprach Malik Harris offen über den russischen ESC-Ausschluss (Fotomontage) © Britta Pedersen/dpa & Screenshot/ZDF/Volle Kanne

Der „Eurovision Song Contest“ wird 2022 politisch wie nie zuvor: Wegen des Ukrainekriegs wurde Russland im Vorfeld bereits disqualifiziert. Auch Malik Harris, der am 14. Mai in Turin für Deutschland antritt, hat zu dem ESC-Ausschluss eine klare Meinung.

Berlin - Dass beim „Eurovision Song Contest“ (das ESC-Finale im TV und Livestream) in diesem Jahr aufgrund des Ukrainekriegs einiges anders sein wird und die sonst eigentlich unpolitische Veranstaltung diesmal wohl nicht an klaren Statements vorbeikommt, liegt angesichts des blutigen Konflikts auf der Hand. Bereits am 25. Februar hatte das Leitungsgremium des ESC die Russische Föderation von dem weltweit größten Musikwettbewerb ausgeschlossen – eine „schwere Entscheidung“, wie Deutschlands Eurovision-Hoffnung Malik Harris (24) findet.

„Eurovision Song Contest“-Kandidat Malik Harris hält russischen ESC-Ausschluss für „schwierig“

Der russische ESC-Ausschluss beschäftigte den 24-jährige „Rockstars“-Interpreten (alle Infos zum deutschen ESC-Vertreter Malik Harris) sichtlich, als er während eines Interviews bei „Volle Kanne“ im ZDF mit der Thematik konfrontiert wurde. „Ich finde, das ist eine ganz schwierige Entscheidung. Ich könnte die selber gar nicht so wirklich treffen, weil es ja Putins Angriffskrieg ist. Die Künstlerinnen und Künstler können nichts dafür“, urteilte der junge Musiker, schien dabei aber etwas unentschlossen.

„Eurovision Song Contest“-Teilnehmer Malik Harris bei „Volle Kanne“ (ZDF)
Es sei zwar „die Aufgabe des ESC, über Differenzen hinwegzusehen“, so Malik Harris bei „Volle Kanne“, doch den russischen Ausschluss beim „Eurovision Song Contest“ konnte der 24-Jährige dennoch verstehen – wenngleich er die Entscheidung für „schwierig“ hielt © Screenshot/ZDF/Volle Kanne

Beim „Eurovision Song Contest“ stünden „Harmonie und das Gemeinsame“ im Vordergrund, immerhin sei es „die Aufgabe des ESC, über Differenzen hinwegzusehen“, so Malik Harris etwas nachdenklich. Der Ukrainekrieg sei allerdings fraglos „mehr als eine Differenz“, weswegen er es für nahezu undurchführbar halte, „dass an einem Abend diese Länder zusammen Zeit verbringen.“

Malik Harris schwärmt von ukrainischem „Eurovision Song Contest“-Beitrag – „Toller Song“

Den „Eurovision Song Contest“ selber empfinde er als „sehr friedliche, schöne Veranstaltung, die den ganzen Kontinent vereint“. Für den ukrainischen Beitrag „Stefania“ der Band Kalush Orchestra um Oleh Psiuk (27) hatte Malik Harris indes ausschließlich lobende Worte übrig. Dem Auftritt der Gruppe, die einen „tollen Song“ geschrieben habe, blickte der 24-Jährige freudig entgegen.

In Turin muss derweil kurz vor dem ersten Halbfinale, bei dem zahlreiche Länder um das Finalticket singen, umdisponiert werden: Die ESC-Bühne ist wegen eines technischen Defekts nicht wie geplant einsatzbereit. Die Kandidaten müssen nun neu planen. Verwendete Quellen: Volle Kanne (ZDF; Folge vom 3. Mai 2022), eurovision.de

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