Alles über die Trödelshow im ZDF

Bares für Rares im ZDF: Horst Lichters Trödelshow lässt Sammlerherzen höher schlagen

Moderator Horst Lichter steht neben dem Logo der Sendung "Bares für Rares"
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Horst Lichter bei seiner Trödelshow Bares für Rares.jpg

Seit Jahren begeistert Horst Lichter mit seiner ZDF-Show Bares für Rares Sammlerherzen mit seltenen Antiquitäten und ausgefallenem Trödel.

  • Bei Bares für Rares können Kandidaten seit 2013 ihren alten Trödel schätzen lassen und einem wechselnden Händlerpodium anbieten.
  • Moderator Horst Lichter ist seit Beginn das Gesicht der Sendung. Er entlockt den Verkäufern nostalgische Anekdoten und geht der Geschichte der Kuriositäten auf den Grund.
  • Nicht selten kommen bei Bares für Rares echte Raritäten unter den Hammer: Einige glückliche Kandidaten konnten dabei schon fünfstellige Summen einheimsen.

Seit 2013 ist Bares für Rares aus dem Nachmittagsprogramm des ZDF nicht mehr wegzudenken. Der charismatische Moderator Horst Lichter schafft es dabei stets, den Kandidaten die persönliche Geschichte hinter den vermeintlichen Raritäten zu entlocken, wobei die Experten der Show ihre Seriosität als Antiquitätensendung verleihen. Die seltenen Gemälde, Schmuckstücke und Skulpturen, die die Kandidaten dem wechselnden Händlerpodium anbieten, kommen dabei teilweise sogar für fünfstellige Summen unter den Hammer. Jeder, der sich im Besitz einer besonderen Kuriosität glaubt, kann sich bei Bares für Rares bewerben und sein Lieblingsstück von den Sachverständigen in Augenschein nehmen und schätzen lassen.

Nachdem die Sendung zwei Jahre lang im Sonntagsprogramm von ZDFneo gezeigt wurde, führte ihre Beliebtheit schnell dazu, dass der Muttersender ZDF Bares für Rares montags bis samstags jeden Nachmittag ausstrahlen ließ. Der Erfolg der Show beruht dabei nicht nur auf dem besonderen Konzept des Formats, sondern auch an der liebevollen und sorgfältigen Produktion. So wurde Bares für Rares bereits in den Kölner Balloni-Hallen, im Historischen Kaufhaus in Freiburg im Breisgau sowie auf Schloss Drachenburg in Königswinter gedreht.

Bares für Rares: Das Konzept der Dokutainment-Sendung

Bei Bares für Rares können eingeladene Privatpersonen mit ausgefallenen Gegenständen seit Jahren ihr Vermögen aufbessern. Das Konzept der Sendung hat sich als echtes Erfolgsformat bewiesen, das aus dem Nachmittagsprogramm des ZDF nicht mehr wegzudenken ist.

In jeder Episode werden zumeist sechs Antiquitäten, Kuriositäten oder echte Raritäten vorgestellt. Dabei handelt es sich häufig um Gemälde, Schmuckstücke, antike Möbel oder Prozellan- und Bronzefiguren. Die Besitzer werden dabei zunächst von Moderator Horst Lichter interviewt, der mit den Bewerbern über die Geschichte hinter den besonderen Gegenständen spricht, um die Herkunft und persönliche Bedeutung der vorgestellten Artikel herauszufinden. Parallel dazu bewertet außerdem ein Experte den Gegenstand, der jeweils Infos zum historischen Hintergrund liefert und das Objekt auf Echtheit prüft. Nachbildungen oder dem Artenschutz unterliegende Artefakte dürfen in der Sendung nicht zum Verkauf angeboten werden. Zuletzt sprechen Lichter und der Kandidat über dessen Wunschpreis - sollte der mit der Einschätzung des Experten übereinstimmen, wird eine sogenannte Händlerkarte übergeben. Mit dieser kann der Besitzer des Gegenstandes dann den Händlerraum betreten, um sein Objekt zum Verkauf anzubieten.

Im Händlerraum sieht sich der Kandidat dann den wechselnden Trödelhändlern gegenüber, die den Gegenstand erneut unter die Lupe nehmen. Die vorherige Einschätzung der Experten ist ihnen dabei nicht bekannt. Ähnlich einer Versteigerung können die Händler dem Besitzer daraufhin einen Verkaufspreis anbieten, wobei es nicht selten zum Konkurrenzkampf unter den möglichen Käufern kommt. Sollte der Kandidat mit einem der Angebote zufrieden sein, kann er sein Objekt direkt vor Ort gegen bares Geld tauschen. Reicht ihm die angebotene Summe nicht aus, hat er das Recht seine Rarität wieder mit nach Hause zu nehmen.

Bares für Rares: Ein Erfolgsformat im Nachmittagsprogramm des ZDF

Seit 2013 wird Bares für Rares regelmäßig im Nachmittagsprogramm des ZDF ausgestrahlt. Die von Warner Bros. International Television Production und dem öffentlich-rechtlichen Sender produzierte Trödelsendung konnte dabei bisher ganze acht Staffeln mit insgesamt mehr als 1.000 Episoden hervorbringen. Jede Folge umfasst meist zwischen 45 und 55 Minuten, wobei wöchentlich meist mehr als 500 Bewerbungen von Menschen eingehen, die ihre besonderen Objekte in der Show feilbieten möchten. Die Macher von Bares für Rares holen sich bei der Auswahl der Kandidaten Hilfe von Kunsthistorikern, die die eine Vorauswahl für die jeweiligen Episoden treffen.

Zu Beginn wurde Bares für Rares jeden Sonntagnachmittag im Spartensender ZDFneo ausgestrahlt. Die große Beliebtheit der Sendung führte jedoch bald zu der Entscheidung, der Dokutainment-Show ab 2015 einen festen Sendeplatz im werktäglichen Programm des Muttersenders ZDF zu geben. Ab 2017 wird Bares für Rares auch samstags gezeigt.

Bares für Rares ist ein absolutes Flaggschiff des deutschen Nachmittagsprogramms und gilt seit langem als die erfolgreichste ZDF-Daytime-Show. Die Sendung erreicht regelmäßig Marktanteile von bis zu 25 Prozent und zieht damit an die drei Millionen Fernsehzuschauer vor ihre TV-Geräte.

Produziert wird Bares für Rares an verschiedenen Drehorten, die jeweils mit der übergeordneten Thematik von Antiquitäten und Nostalgie in Verbindung stehen. Bisher wurden beispielsweise Folgen in den Balloni-Hallen in Köln, im Historischen Kaufhaus in Freiburg im Breisgau oder auf Schloss Drachenburg in Königswinter gedreht.

In der ZDF-Mediathek können die Bares für Rares-Episoden der letzten Monate stets in voller Länge angeschaut werden. In einigen Fällen sind die einzelnen Segmente der Folge sogar im Web-First-Prinzip bereits vor der eigentlichen Ausstrahlung im Internet verfügbar.

Auch in den sozialen Netzwerken ist Bares für Rares seit einigen Jahren aktiv: Auf Facebook dokumentieren die Macher der Sendung die einzelnen Segmente der Episoden. Auf dem YouTube-Kanal der Show können Fans regelmäßig Videos und Clips der besonderen Verkäufe verfolgen.

Bares für Rares: Der Moderator, die Experten, die Händler

Bares für Rares wäre wohl nicht dasselbe ohne seinen charismatischen Moderator Horst Lichter. Der 1962 in Nettesheim geborene TV-Entertainer wurde dem deutschen Fernsehpublikum vor allem durch seine stets in charakteristischem Dialekt präsentierten Kochsendungen ein Begriff, mit denen er ab Mitte der 2000er regelmäßig im TV zu sehen war. Insbesondere seine Sendung Lafer! Lichter! Lecker!, die er von 2006 bis 2017 in Zusammenarbeit mit seinem Partner Johann Lafer moderierte, wurde über die Jahre eine feste Institution im deutschen Kochfernsehen. Mit Shows wie Die Küchenschlacht und Lichters Schnitzeljagd brachte Horst Lichter dem Publikum des öffentlich-rechtlichen Fernsehens außerdem regelmäßig Rezept- und Kochideen näher. Lichters sympathische Art und sein besonderer Look mit stets perfekt gestyltem Zwirbelbart machten ihn über die Jahre zu einer TV-Persönlichkeit mit Wiedererkennungswert.

Eine ebenso wichtige Rolle bei Bares für Rares spielen die Experten der Sendung. Die wechselnden Sachverständigen werden vor der Show von beauftragten Kunsthistorikern mit Infos über die jeweiligen Gegenstände versorgt. Eine genaue Begutachtung und Einschätzung des Wertes der Objekte erfolgt jedoch stets am Drehtag. Zu Beginn der Sendung waren Heide Rezepa-Zabel, Albert Maier und Oliver Kircher für die Expertenmeinungen bei Bares für Rares zuständig. Im Laufe der Staffeln trat die Sachverständigengruppe in wechselnder Besetzung auf, wobei Neuzugänge das Team um spezielles Fachwissen ergänzten.

Die Händler bei Bares für Rares bestehen traditionell aus einem fünfköpfigen Podium. Die Besetzung der Gruppe ändert sich in den jeweiligen Episoden, wobei Antiquitätenverkäufer wie Ludwig Hofmaier, Fabian Kahl oder Susanne Steiger in fast allen Staffeln vertreten waren. Vor der Begutachtung im Händlerraum dürfen die potentiellen Käufer die angebotenen Objekte nicht begutachten. Ein vorheriger Austausch zwischen Experten und Händlern ist bei Bares für Rares untersagt.

Bares für Rares: Besondere Funde erzielen Rekordsummen

Zwar müssen bei Bares für Rares so manche Verkäufer ihre vermeintlichen Raritäten enttäuscht wieder mit nach Hause nehmen - es gibt jedoch auch Anbieter, die in der Show einen echten Coup landen konnten. Im Mai 2019 konnte eine Kandidatin für ein über 300 Jahre altes Diamantkreuz, das angeblich sogar Splitter des Holzkreuzes von Jesus Christus enthalten soll, sage und schreibe 42.000 Euro einheimsen. Händlerin Susanne Steiger, die das Schmuckstück erstanden hatte, brach nach der Verkaufsabwicklung vor Freude sogar in Tränen aus. Auch ein Oldtimer konnte bei Bares für Rares bereits eine Rekordsumme erreichen: Für 35.000 Euro wechselte das Borgward Isabella Cabrio damals den Besitzer. Ein sehr viel kleineres Objekt kam in der Sendung für fast genauso viel Geld unter den Hammer: Die Fehlpressung einer Beatles-Schallplatte, bei der fälschlicherweise Come Together statt Here Comes The Sun auf die B-Seite gedruckt wurde, erzielte einen Preis von 30.000 Euro.

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