Rosenheim – bayerische Stadt am Inn

Rosenheim: Alle Informationen über die Stadt

Die Stadt Rosenheim.
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Rosenheim hat eine vorteilhafte geographische Lage am Rande der Alpen und des Chiemsees.

Rosenheim kennen die meisten Menschen nur als Autobahnknoten oder Umsteigebahnhof. Doch die Stadt hat weit mehr zu bieten.

  • Mit rund 60.000 Einwohnern ist Rosenheim die drittgrößte Stadt Oberbayerns.
  • Rosenheim hat eine vorteilhafte geographische Lage am Rande der Alpen und des Chiemsees.
  • Die Stadt ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt im Straßen- und Schienennetz.

Rosenheim ist mit rund 60.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Oberbayerns. Bereits zu Zeiten der Römer war die Gegend aufgrund ihrer wichtigen strategischen Lage am Tor zum Inntal besiedelt. Auch heute ist Rosenheim noch ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Hier treffen die Autobahn und die Bahnstrecke München-Salzburg auf die Inntalstrecke nach Innsbruck. Auch in Sachen Naherholung hat Rosenheim eine sehr vorteilhafte Lage. Sowohl der Chiemsee als auch die Nordalpen liegen nur wenige Kilometer von der Stadt entfernt. Die Stadt ist Sitz einiger bekannter Unternehmen, wie zum Beispiel Gabor Schuhe und Marc O’Polo. Und nicht zuletzt ist Rosenheim die Geburtsstadt einiger bekannter deutscher Persönlichkeiten.

Rosenheim: Die ältere Geschichte

Bereits zu Zeiten des Römischen Reiches war das Gebiet um Rosenheim aufgrund seiner strategisch günstigen Lage am Eingang zum Inntal besiedelt. Die Römer errichteten eine wichtige Nord-Süd-Verbindung vom Brenner nach Regensburg, die sich in der Region Rosenheim mit der Ost-West-Verbindung von Salzburg nach Augsburg kreuzte.

Der Ursprung des heutigen Stadtnamens „Rosenheim“ ist bis heute nicht eindeutig geklärt. 1234 wurde erstmals die Burg Rosenheim am östlichen Ufer des Inns erwähnt. Zu dieser Zeit entstand am westlichen Ufer des Flusses eine erste Ansiedlung von Schiffern. Rosenheim gewann als Umschlagplatz für Güter, die auf dem Inn transportiert wurden, rasch an Bedeutung. Im Jahre 1328 erhielt die Stadt das Marktrecht. Während des 14. und 15. Jahrhunderts entwickelte sich die Siedlung zu einem der größten und bedeutendsten Märkte Bayerns.

Im 17. Jahrhundert kam es zum wirtschaftlichen Niedergang Rosenheims. Die Innschifffahrt ging zurück und der Dreißigjährige Krieg hinterließ seine Spuren. Zudem wurde die Stadt von einer Pestepidemie und einem Marktbrand heimgesucht.

Rosenheim: Die jüngere Geschichte

Im 19. Jahrhundert machte Rosenheim eine Entwicklung zum wirtschaftlichen Zentrum Südostbayerns durch. 1810 wurde der Ort zum Standort der dritten bayerischen Saline. In den darauffolgenden Jahrzehnten wurde Rosenheim zu einem der Zentren der bayerischen Salzproduktion.

Auch der frühe Anschluss an das Eisenbahnnetz förderte den wirtschaftlichen Aufschwung. 1858 wurde der Bahnhof von Rosenheim eingeweiht. Das Stadtrecht erhielt Rosenheim erst im Jahre 1864 durch König Ludwig II. Die wirtschaftliche Blüte im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert machte den Gründerzeit- und Jugendstil zum bedeutendsten Baustil von Rosenheim. Noch heute ist er für das Stadtbild prägend.

Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Rosenheim fünf Heilbäder, von denen heute kein einziges mehr in Betrieb ist. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Rosenheim aufgrund seiner Funktion als Schienenverkehrsknoten bombardiert. Das Gebiet rund um den Bahnhof wurde damals vollständig zerstört.

Rosenheim: Bevölkerungsentwicklung

Bis Mitte des 19. Jahrhunderts war Rosenheim ein sehr kleiner Ort mit weniger als 3.000 Einwohnern. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wuchs die Einwohnerzahl des inzwischen zur Stadt erhobenen Ortes kontinuierlich. Im Jahre 1900 zählte Rosenheim bereits etwa 14.000 Einwohner.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erlebte Rosenheim einen beträchtlichen Bevölkerungszuwachs durch den Zuzug von vertriebenen Deutschen aus den Ostgebieten des Deutschen Reichs. Viele ehemalige Bewohner des Sudetenlandes und Schlesiens fanden in der bayerischen Stadt eine neue Heimat. 1960 hatte Rosenheim bereits über 30.000 Einwohner.

In den Jahren 1978 und 1980 steigerte sich die Einwohnerzahl Rosenheims durch die Eingemeindung benachbarter Gemeinden ein weiteres Mal signifikant. 1988 zählte die Stadt zum ersten Mal mehr als 50.000 Einwohner. Heute leben hier etwa 63.000 Menschen, was Rosenheim nach München und Ingolstadt zur drittgrößten Stadt Oberbayerns macht. Die urbane Agglomeration Rosenheim, zu der auch die Städte Kolbermoor und Bad Aibling zählen, hat über 160.000 Einwohner.

Rosenheim: Geographische Lage

Rosenheim liegt im Inntal auf einer Höhe von 446 Metern. Im Stadtgebiet münden die Mangfall, die Sims und die Rohrdorfer Achen in den Inn. Östlich von Rosenheim liegt der Chiemgau mit Bayerns größtem See, dem Chiemsee. Im Süden der Stadt steigt das Gelände zu den Chiemgauer Alpen und zum Mangfallgebirge an.

Aufgrund seiner günstigen geographischen Lage besitzt Rosenheim einen sehr hohen Freizeitwert. Der Chiemsee ist nur etwa 25 Kilometer von Rosenheim entfernt. Der Simssee und einige weitere kleinere Badeseen liegen direkt vor den Toren der Stadt.

Die nahen Berge der Nordalpen, wie der Wendelstein, der Hochries und die Kampenwand sind die ideale Umgebung für unterschiedlichste Sportarten. Folgende Sommer- und Wintersportarten sind in den Bergen vor Rosenheim möglich:

  • Wandern
  • Mountainbiking
  • Gleitschirmfliegen
  • Skifahren
  • Snowboarden
  • Rodeln
  • Langlaufen
  • Schneewandern

Rosenheim: Industrie

Das größte und bekannteste Industrieunternehmen Rosenheims ist die Firma Kathrein (ehemals Kathrein-Werke). Kathrein war auf die Herstellung von Antennen- und Satellitentechnik spezialisiert. Das Unternehmen war der älteste und über einen langen Zeitraum der größte Antennenhersteller der Welt. 2019 wurde das Unternehmen an den schwedischen Ericsson-Konzern verkauft.

Ebenfalls in Rosenheim beheimatet ist die Firma Gabor, einer der größten Schuhhersteller Europas. Mit Marc O’Polo hat auch eines der bekanntesten Modeunternehmen Deutschlands seinen Sitz in Stephanskirchen vor den Toren Rosenheims.

Ein weiterer wichtiger Arbeitgeber der Stadt ist der zur Krones-Gruppe gehörende Verpackungsspezialist Kettner. Und auch die Rofa Industrial Automation AG in Kolbermoor zählt zu den wichtigsten Industrieunternehmen der Agglomeration Rosenheim. Rofa ist ein international führender Hersteller von Automatisierungs- und Fördertechnik, Intralogistik und Sondermaschinenbau.

Rosenheim: Berühmte Einwohner

Rosenheim ist die Geburtsstadt einiger berühmter Persönlichkeiten. Der Rosenheimer VIP mit dem wahrscheinlich höchsten internationalen Bekanntheitsgrad ist Siegfried Fischbacher. Den meisten Leuten ist er nicht unter seinem bürgerlichen Namen, sondern als Teil des Duos „Siegfried & Roy“ bekannt, das in Las Vegas mit seinen Zaubershows für Furore sorgte. Siegfried Fischbacher wurde 1939 in Rosenheim geboren.

An einen weiteren Sohn der Stadt erinnern sich die Rosenheimer eher ungern: Hermann Göring ( 53, 1946). Der führende NSDAP-Politiker und Oberbefehlshaber der deutschen Luftwaffe im Zweiten Weltkrieg kam 1893 in Rosenheim zur Welt.

Auch der bekannte Alpinist und Meteorologe Josef Enzensperger (†30, 1903) stammt aus Rosenheim. Er wurde 1873 in der südostbayerischen Stadt geboren. Nicht zuletzt ist auch einer der bekanntesten deutschen Fußballer ein Sohn Rosenheims. Fußballnationalspieler Lars Bender wurde hier im Jahre 1989 geboren.

Rosenheim: Verkehrsanbindung

Rosenheim ist einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte Bayerns. Aufgrund ihrer strategisch günstigen Lage am Eingang zum Inntal war der Ort bereits unter den Römern von Bedeutung. Rosenheim ist heute vor allem ein wichtiger Eisenbahn- und Straßenknotenpunkt.

Wie Google Maps verrät mündet hier die A93, die wichtigste Verbindung Deutschlands mit Österreich und Italien, in die A8, die zentrale Ost-West-Achse durch Süddeutschland. Sie verläuft von Salzburg in Österreich über Rosenheim, München, Augsburg, Ulm und Stuttgart nach Karlsruhe. Eine wichtige Straßenverbindung ist auch die B15, die Rosenheim mit Landshut und Regensburg im Norden verbindet.

Rosenheim ist auch ein wichtiger Umsteigebahnhof. Hier zweigt die Eisenbahnlinie nach Innsbruck in Österreich und Verona in Italien von der Strecke München-Salzburg ab. Rosenheim hat dadurch eine gute Anbindung an das innerdeutsche und internationale Schienennetz. Mit rund 20.000 Fahrgästen am Tag ist der Bahnhof Rosenheim der siebtgrößte in Bayern.

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