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Rassistische Wohnungsanzeige: „Bitte keine Mieter aus dem Afro-Bereich“

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In dem Inserat heißt es deutlich, dass der Makler keine Mieterinteressenten aus dem Afro-Bereich haben möchte. Das Amt betonte, das es das Versehen bedauere. © Sina Schuldt

In dem Inserat heißt es deutlich, dass der Makler keine Mieterinteressenten aus dem Afro-Bereich haben möchte. Das Amt betonte, das es das Versehen bedauere.

Bremen – Ein Makler aus Bremen hat mit einem rassistischen Hinweis für eine Wohnung geworben. In der Annonce veröffentlichte er einen Hinweis mit fett-markierter Schrift, mit dem er darauf verwies, dass die Wohnung nicht an Mieterinteressenten aus dem Afro-Bereich zu vermieten wäre. Das Amt für soziale Dienste versäumte es, den Makler auf seine rassistische Wohnungsanzeige hinzuweisen und leitete die Anzeige sogar noch an von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen in der Hansestadt weiter.

Der Mitarbeiter des Erwerbslosenverbands, Tobias Helfst, ist fassungslos und erklärte in RTL.de vorliegenden Informationen, dass der Vermieter mit seiner Anzeige ganz offen und unverhohlen Rassismus formuliere. Der Vermieter würde sich in dem rassistischen Hinweis in Sorge um seine Wohnung zeigen und möchte bestimmte Menschen in der Immobilie nicht wohnen haben. Das Amt für soziale Dienste ist eigentlich eine Behörde, die den Menschen, die bei ihrer Wohnungssuche von Diskriminierung betroffen sind, helfen soll und solche rassistischen Hinweise melden sollte. Der Makler, dem jetzt aufgrund des allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes Schadensersatz und Unterlassungsklagen drohen könnten, zeigt jedoch keine Einsicht und betonte, dass er mit Rassismus nichts zu tun habe. 

Amt für soziale Dienste bedauert das ihnen nicht aufgefallene Versehen sehr 

Das Amt für soziale Dienste in Bremen erklärte, dass es das Versehen, den rassistischen Hinweis nicht bemerkt und gemeldet zu haben, sehr bedauere. Wolf Krämer, der für die Behörde arbeitet, betonte, dass solche rassistischen Bemerkungen in der Regel dazu führen würden, von dem Amt nicht weitergeleitet zu werden. In diesem Fall sei es versäumt worden sein, eine entsprechende Rückmeldung an den Anbieter zu geben. Dies wäre ein Versehen gewesen, das die Behörde sehr bedauere. 

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