Auftrittsverbot

Nach Abstimmung: Xavier Naidoo-Konzert in Rostock verboten

Xavier Naidoo
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Xavier Naidoo darf nicht in Rostock auftreten
  • Sarah Wolzen
    vonSarah Wolzen
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Xavier Naidoo sollte eigentlich in der Stadthalle in Rostock auftreten. Nun hat die Rostocker Bürgschaft jedoch gegen einen Auftritt des umstrittenen Sängers gestimmt.

Rostock - Xavier Naidoo (49) darf nicht wie geplant in der Rostocker Stadthalle auftreten. Eigentlich war ein Konzert des Mannheimers für den 22. August vorgesehen. Doch die Mehrheit der Bürgschaft stimmte gegen einen Auftritt des umstrittenen Sängers. Linke, Grüne und SPD hatten zuvor einen gemeinsamen Antrag eingereicht, dem die Mehrheit der Bürgschaft nun folgte.

Xavier Naidoo, dem bereits seit Jahren eine Nähe zu Reichsbürgern und rechtem Gedankengut vorgeworfen wird, hatte zuletzt vor allem mit höchst umstrittenen Äußerungen zur Coronapandemie für Schlagzeilen gesorgt.

In der Beschlussvorlage heißt es u.a.: „Xavier Naidoo steht den Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung nah und sieht sich in diesem Zusammenhang selbst als Person ‚im Widerstand‘ gegen das System. Er bedient in persönlichen Äußerungen und Texten antisemitische Verschwörungsmythen und schürt rassistische Ressentiments. [...] Die antragstellenden Fraktionen wollen nicht, dass einem Menschen, der solche Ansichten offen und wiederholt artikuliert, eine kommunale Einrichtung für Konzertauftritte zur Verfügung gestellt wird. Ein erneutes Auftrittsangebot würde den Ruf der Stadthalle der Hanse- und Universitätsstadt insgesamt schädigen.“

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